CBD bei Angst, Stress und psychische Erkrankungen [Depressionen]

Anna Hetz
12. Januar 2019

Einleitung

Wie in unserem Leitartikel “Was ist CBD” schon erklärt gibt es zahlreiche Vorteile von CBD. Darunter fällt die Schmerz- & Krampflösende Wirkung die es bei richtiger Dosierung entfaltet. Vor allem chronische Schmerzpatienten haben durch CBD eine natürliche und gesunde Alternative zu konventionellen Schmerzmitteln.

Zudem hat CBD kaum Nebenwirkungen weshalb es sich auch leicht einsetzen lässt. Cannabis als Pflanze wird schon seit Jahrhunderten in der Naturmedizin eingesetzt und durch aktuelle Produkte welche das Cannabinoid CBD extrahiert und konzentriert liefern lässt es sich problemlos anwenden. CBD besitzt im Gegensatz zu dem bekanntesten Cannabinoid THC keine psychoaktiven Eigenschaften. Es verändert somit nicht unser Bewusstsein und und unsere Wahrhnehmung. Das ist mitunter ein Grund warum es in vielen Ländern, gegenüber THC legal ist. Das CBD überhaupt keine Auswirkungen auf unsere Psyche hat stimmt jedoch nicht. Es wirkt sich nämlich nachweislich positiv auf Ängste, Depressionen, soziale Phobien aus und hilft bei chronischen Schmerzen und Entzündungen.

Wirkungsweise

Es gibt verschiedene Gründe warum CBD beruhigende und angstbefreiende Eigenschaften besitzt. Wir gehen kurz auf die wichtigsten ein um allgemeines Verständnis für die Wirkungsweise zu schaffen. 5-HT1A Rezeptor ist der am weitesten verbreitetste Serotonin Rezeptor und befindet sich hauptsächlich in der Hirnrinde, im Hyppocambus, Amygdala und den Raphe-Kernen.

Synapse

Dieser Rezeptor fungiert als Serotonin Fühler im synaptischen Spalt fungiert. Er ist somit unter anderem für die Seratonin Konzentration in unserem Blut verantwortlich. Angonisten (z.B CBD) an 5HT1A haben tendenziell eine angstlösende und beruhigende Wirkung. Diese Rezeptoren steuern die Wiederaufnahme von Serotonin. Das ist ein natürlich Prozess damit der Körper das Signal bekommt, dass schon genug Serotonin im Blut ist. Werden diese Rezeptoren blockiert schüttet der Körper weiterhin Serotonin aus. Die Serotonin im synaptischen Bereich erhöht sich somit.

Weitere Erklärung

Serotonin ist ein Neurotransmitter welcher nahezu im gesamten Körper vorkommt. Er hat eine Vielzahl von wichtigen Funktionen für unseren Körper. Alle aufzuzählen würde den Rahmen des Artikels sprengen. Einer der Hauptaufgaben von Serotonin ist die Steuerung von unserem Wohlbefinden bzw. Gemüts.  Es reduziert Stress, hebt unsere Zufriedenheit und löst Ängste. Im Volksmund nennt man es auch Glückshormon.Das ist auch der Grund warum viele Pharmazieunternehmen SSRIs (selective serontonin reuptake inhibitors) herstellen. Diese sollen genau dies selbe Wirkung haben. Spanische Forscher konnten in dieser Studie feststellen, dass CBD sogar noch effektiver wirkt als SSRIs mit ander Anmerkung:

The fast onset of antidepressant action of CBD and the simultaneous anxiolytic (anti-anxiety) effect would solve some of the main limitations of current antidepressant therapies.

Eine Studie an Mäusen konnte zudem feststellen, dass CBD für Regeneration von Nervenzellen im Hippocampus verantwortlich ist. Aus zahlreichen Statistiken konnte man feststellen, dass Menschen die an Ängsten und Depressionen im Durchschnitt einen kleineren Hippocampus haben als andere Menschen.

Erfolgreiche Behandlungen von Ängsten & Depressionen gehen auch immer mit einer Neubildung an Nervenzellen im Hippocampus einher. CBD wirkt sich deshalb direkt auf und den Hippocampus und indirekt auf unser Wohlbefinden aus.

Unser Körper besitzt ein eigenes Cannabinoid System welches mit zwei Hauptrezeptoren (CB1 & CB2) gesteuert wird. Im Gegensatz zu THC wirkt sich CBD nur den CB2 Rezeptor aus. Dieser befindet sich im gesamten Körper verteilt und ist für eine Vielzahl an Prozessen verantwortlich.

Gegen Angst

Obwohl Angst ein sehr weit umfassender Begriff ist und von normalen Ängsten (Angst vor gefährlichen Tieren) bis hin zu “abnormlen” Ängsten wie Paraskavedekatriephobie (Angst vor Freitag dem 13.) reichen kann lässt es sich effektiv mit CBD behandeln. Grundsätzlich können Ängste verschiedene Ursachen haben jedoch sind sie im Grunde genommen nichts anderes als ein Symptom für einen chemischen Prozess der im Körper abläuft.

CBD Angst

Dieser Prozess wird maßgeblich durch synaptische Aktivität gesteuert und genau deshalb ist CBD so effektiv. Es kann somit Ängste aller Art lindern und das Wohlbefinden steigern, da es genau da wirkt. CBD steuert somit den Auslöser von Angst und wird deshalb gegen Stress bzw. Angstsymptome in unterschiedlichsten Situationen, unabhängig von den Umständen, eingesetzt. Die wichtigsten hier im Überblick.

CBD gegen Stress

Stress kann unterschiedlich auftreten. Mangelndes Selbstbewusstsein, Depressionen, Schlaflosigkeit oder auch Stimmungsschwankungen begünstigen Stress. Aber auch Herzklopfen oder Müdigkeit stresst den Körper.

Cortisol ist ein Stresshormon welches in der Nebennierenrinde gebildet wird. Dieses Hormon wirkt auf den Körper stressabbauend und entzündungshemmend, wenn es ausgeschieden wird. Zu viel Cortisol, bewirkt aber das Gegenteil und kann Infektionen hervorrufen oder das Immunsystem schwächen. Das Stresshormon ist an sich ungefährlich, solange es in geringer Mengen und kurzer Zeitdauer ausgeschüttet wird. Anderen Falls kann es dem Körper schaden. Cortisol wird bei chronischem Stress und ständigem Druck in großen Mengen produziert. Wird der Stress und der Druck zu hoch gerät die Produktion aus dem Rhythmus.

CBD Stress

CBD sollte nicht angewendet werden, um sich noch mehr Stress aufzuladen.  So funktioniert CBD nicht. Die Ursachen für Stress sollten deshalb bekannt sein, man sollte Ruhepausen einbauen, mäßiger Sport, eine gesunde Ernährung und der Verzicht Alkohol, Nikotin, sonstige Drogen, Medikamente, zu viel Kaffee.

CBD hilft gegen Stress, da es mit dem Endocannabinoid-System interagieren kann. Dieses System besteht aus Rezeptoren und Neurotransmittern, welche helfen, den  Körpers zu kontrollieren.

Durch die Einnahme von CBD, tritt es in das Endocannabinoid-System, wo die CB1-Rezeptoren mit den Cannabinoide interagieren können. Bei diesem Vorgang sind dann die Neuronen im zentralen Amygdala, wo Angst und Stress kontrolliert werden, weniger aktiv. CBD kann also das Stresshormon, bei einer zu hoher Menge im Körper dämpfen.

Eigentlich kann der Körper bei der Selbstregulierung seinen eigenen Rhythmus und das passende Cortisol-Verhältnis beibehalten, aber durch den ständigen Druck wird die Regulierung stark beeinträchtigt. CBD hat also eine positive Wirkung auf die Gesundheit und die Psyche, indem es die eigene Art der Reaktion auf Stresssituationen reguliert.

CBD kann nachweislich stressbedingte Symptome lindern. Die Einnahme kann über längere Zeiträume erfolgen, unerwünschte Nebenwirkungen gibt es nicht. Daher lässt sich CBD sehr gut gegen chronischen Stress anwenden.

Gegen Depression

CBD dockt am 5-HT1A-Rezeptor an und dadurch wirkt es angstlösende, antidepressiv und neuroprotektiv. Zudem wirkt CBD am GPR55-Rezeptor antagonistisch und indirekt am μ- und δ-Opioid Rezeptor.

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Bei sozialer Phobie

Brasilianische Forscher konnten in der Doppelblindstudie feststellen, dass sich die Angstsymptome bei allgemeiner sozialer Phobie nach CBD siginifikant verringerten.

Bei Lampenfieber

In einer weiteren Studie stellte man fest, dass CBD Lampenfieber bzw. Angst vor öffentlichen Auftritten reduzierte und die Testpersonen sich besser fühlten. Man kontrollierte gewisse Parameter wie Blutdruck, Puls etc. vor und nach CBD Gabe. Auch hier waren die Ergebnisse ganz klar. Das Ergebnisse der Wissenschaftler.

Subjektives Wohlbefinden als auch Sprachfluss sowie kognitiven Fähigkeiten hatten sich bei der CBD Gruppe wesentlich verbessert. In der Placebo Gruppe waren die Ergebnisse unverändert. CBD kann sich also positiv auf Lampenfieber und Angst vor öffentlichen Auftritten Auswirken.

Unterstützung beim Dravet-Syndrom

Bei dem Dracvet-Syndrom handelt es sich um eine schwere Form der Epilepsie, die bei zunächst gesunden Kindern im ersten Lebensjahr in Form von großen Anfällen auftritt oder aber als Anfälle, die nur eine Körperhälfte betreffen. Die Epilepsieanfälle dauern in der Regel mehr als 20 Minuten und können meist nur mit Medikamenten gestoppt werden.

Es können neben Epilepsieanfällen auch Absencen oder Myoklonien hinzukommen. Die Häufigkeit der Anfälle sinkt meist mit zunehmendem Alter. Die Prognose in Bezug auf die geistige Entwicklung ist nicht gut und die Therapieresistenz macht das Syndrom so fatal.

Zusätzlich zu den Epilepsieanfällen können bei dem Dravet-Syndrom folgende Symptome auftreten:

  • Verhaltensauffälligkeiten (z. B. autistische Züge, oppositionelles Verhalten oder verzögerte Sprachentwicklung)
  • Ataxie (Gangunsicherheit)
  • Gleichgewichtsprobleme
  • Hypotonie (niedriger Muskeltonus)
  • Wahrnehmungsstörungen
  • chronische Infekte
  • Störungen des autonomen Nervensystems

Bei Schmerzen & Entzündungen

Besonders gut wirkt CBD bei entzündungsbedingten und krampfartigen Schmerzen, denn Cannabidiol wirkt entzündungshemmend und krampflösend. Nachdem bei einer Entzündung auch viele freie Radikale entstehen, sind die antioxidativen Eigenschaften von Hanf ein besonders nützlicher Nebeneffekt.

Schmerzen & CBD

CBD kann zudem eine konventionelle Schmerztherapie ergänzen und/oder unterstützen. Cannabis wird in der Naturmedizin schon lange bei Schmerzen eingesetzt. Dabei ist wichtig, dass es nicht berauschend wirkt und man nicht abhängig wird. Daher man es zu jeder Tageszeit und bei jeder Tätigkeit problemlos verwenden. CBD wird bei entzündungsbedingten Schmerzen genommen. CBD unterdrückt, ähnlich wie synthetische Schmerzmittel (Medikamente), die Bildung von entzündungsfördernden Hormonen. Der Vorteil: Es gibt im Gegensatz zu chemischen Schmerzmitteln keine Nebenwirkungen auf Magen/Darm, Herz/Kreislauf oder Niere.

CBD kann noch mehr: Aufgrund der krampflösenden und nervenschützenden Eigenschaften ist es vielseitig einsetzbar. Deswegen wird Cannabidiol auch bei Nervenschmerzen und krampfartigen Beschwerden verwendet. Cannabidiol kann zudem den Bedarf an Schmerzmitteln reduzieren, wodurch auch die Nebenwirkungsrate minimiert wird.

CBD vs. Schmerzmittel

CBD Produkte können einerseits ergänzend aber auch alternativ zu konventionellen Schmerzmittel wie Diclofenac, Ibuprofen uvw. eingesetzt werden. Der Vorteil von CBD liegt darin, dass es kaum Nebenwirkungen mit sich bringt. Auch Wechselbwirkungen mit anderen Medikamenten treten eher selten auf.

Zusammenfassung

Die Studienlage im Bezug auf die Auswirkungen von CBD auf unsere Psyche (allen voran Wohlbefinden, Stresslevel, Angst) wird immer klarer und eindeutiger. Aktuell überwiegen zwar die Studien an Tieren aber es werden immer mehr Studien an Menschen veröffentlicht. Es lässt sich jetzt schon sagen, dass CBD ein effektives und vor allem großteils frei von Nebenwirkungen Mitteln ist um Stress, Angst und depressive Verstimmungen zu behandeln.

Studien 1-5

Studien 6-11

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Anna Hetz

Anna Hetz

Hey, mein Name ist Anna und als zertifizierte Fitness Trainerin habe ich in den letzten Jahren dutzenden Menschen mit der richtigen Ernährung und Training zu einem besseren Körper verholfen. Aktuell teile ich mein Wissen auf You Optimized und bei Fragen könnt ihr euch jederzeit gerne melden.
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