Nootropika / Smart Drugs: TOP 7 Liste zum Gehirndoping

Clemens
7. Mai 2019

Einleitung

Nootropika und Smart Drugs ind aktuell in aller Munde. Der Trend kommt aus den USA, genauer gesagt dem Silicon Valley. Dort experimentieren Unternehmer, Manager, Biohacker & Leistungsmenschen schon seit Jahren mit Substanzen die die geistige Leistungsfähigkeit steigern. Die sogenannten Smart Drugs oder auch Nootropika genannter.

Mittlerweile ist der Trend auch schon in Europa angekommen und es sind schon einige Unternehmen am Markt welche Produkte anbieten die die kognitive Leistung verbessern. Wir haben diese Produkte sowie weitere Substanzen zu denen es Studien gibt genauer unter die Lupe genommen und untersucht. Hier sind die 10 besten Smart Drugs bzw. Nootropika welche nachweislich die geistigen Fähigkeiten wie Kozentration, Denkvermögen & Gedächtnis steigern.

Was sind Nootropika & Smart Drugs?

Der Nootropikum ist mittlerweile schon über 40 Jahre und entstand im Jahr 1972. Geprägt wurde der Begriff vom rumänischen Arzt Croneliu Guirgea. Er war an der Entwicklung des ersten Nootropikum dem Piracetam beteiligt. Er stellte folgende 3 Punkte für die Definition von Nootropika da:

  1. Direkte Aktivierung der integrativen Aktivitäten des Gehirns. Dies hat eine sofortige positive Wirkung auf den Geist.
  2. Die Aktivierung sollte gezielt das Telencephalon betreffen. Andere Gehirnebenen sollten nicht betroffen sein.
  3. Sodass eine wiederherstellende Wirkung auf Probleme der höheren Hirnaktivität eintritt.

In den folgenden Jahren wurden weitere Definitionen hinzugefügt und der Begriff Nootropika ist nicht klar abgegrenzt. Grundsätzlich gehören Nootropika zu den Substanzen die sich positiv auf die psychische und kognitive Leistungsfähigkeit sowie allgemein vorteilhaft auf das zentrale Nervensystem auswirken.

Doch obwohl es das erste Nootropikum schon seit über 40 Jahren gibt waren die Subtanzen lange Zeit nur für die Wissenschaft von Relevanz. Mittlerweile ist in den letzten Jahren ein regelrechter Hype rund um das Thema Nootropika und Smart Drugs ausgebrochen. Das liegt unter anderem an dem stark gestiegenem Trend des Biohacking und Biooptimization. Folgender Graph von Google Trends zeigt die Entwicklung des Begriffes „Nootropic“ im Netz. Eine ausgesprochen interessante Entwicklung in so ein er kurzen Zeit.

Nootropika Trend

TOP 10 Liste – Die besten Nootropika 

Die Liste an Nootropika ist lang und es kommen immer mehr Produkte auf den Markt. Dabei gibt es zu gewissen mittlerweile schon einige Studie welche die Wirksamkeit nachweisen. Grundsätzlich teilt man die Nootropika in zwei Kategorien ein:

  • Natürlich / Pflanzlich
  • Chemisch / Medikamentös

Einerseits gibt es viele natürliche Wege um die geistige Leistungsfähigkeit zu steigern. Aber es gibt auch genug Pharmazeutika und verschreibungspflichtige Medikamente welche sich immer besser verkaufen aber nicht ohne Nebenwirkungen sind.

Hier sind die wichtigsten bzw. effektivsten Nährstoffe, Pflanzenextrakte und Medikamente welche nachweislich die höchste Wirkung haben im Überblick.

Gingko Biloba

Gingko Bilob ist einer der ältesten Heilpflanzen und kommt ursrpünglich aus dem chinesischen Raum. In der TCM (Traditionell chinesischen Medizin) wird Gingko schon seit jeher zur Verbesserung von geistiger Gesundheit sowie Vitalität und Energie verwendet. Tatsächlich gibt es einige Studie die bereits belegen konnten, dass Gingko sich maßgeblich auf unser Gehirn auswirkt.

In dieser randomisierten Doppelblindstudie aus dem Jahr 2011 wurde 19 Personen im Alter von 50-61 Jahren über 28 Tage lang untersucht. Die Teilnehmer bekamen täglich Gingko Biloba Extrakt oder ein Placebo. Getestet wurden sie anschließend auf die geistige Leistungsfähigkeit vor allem die Gedächtnisleistung. Die Ergebnisse der Tests waren eindeutig, denn die Testpersonen welche Gingko Biloba verabreicht bekamen hatten im Durchschnitt wesentlich bessere Testergebnisse und wiesen ein verbessertes Gedächtnis auf.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3166615/

Biloba Monnieri / Brahmi

Biloba Monnieri bzw. Brahmi ist eine Uralte Heilpflanze aus Indien. Sie wird seit über 1000 Jahren im Ayurveda (traditionell indische Heilkunde) gegen eine Vielzahl von Beschwerden und zur Steigerung der geistigen Fitness eingesetzt. Die Studienlage der letzten Jahre ist durchaus interessant, denn jedes Jahr werden mehr Studien als im Vorjahr zu Brahmi veröffentlicht. Die bisherigen Ergebnisse sind äußerst vielversprechend und konnten die Wirksamkeit bereits belegen.

In dieser randomisierten Doppelblindstudie aus dem Jahr 2008 wurden 54 Teilnehmer über 3 Monate lang getestet. Die Teilnehmer waren gesund aber fortgeschrittenen Alters (Altersschnitt lag bei 73 Jahren). Über den gesamten Zeitraum bekamen sie entweder ein Placebo oder 300mg Gingko Biloba täglich verabreicht. Das Ergebnis war auch hier eindeutig. Einerseits erhöhte sich die Gedächtnisleistung bei den durchgeführten Tests der Biloba Monnieri Gruppe. Andererseits sanken auch die Angst- und Depressionswerte signifikant ab. 

Grüntee / Matcha

Von China über Indien nach Japan. Das dritte asiatische Land ist die Heimat der mittlerweile durchaus bekannten Grüntee Art, dem Matcha Tee. In Japan ist das Teetrinken eine Uralte Tradition und sogar die Samurai Krieger tranken Matcha um Ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Mittlerweile ist Matcha auch in der westlichen Welt ein absolutes Kultgetränk. 

Das besondere an Grüntee ist die hohe Konzentration an sekundären Pflanzenstoffe als andere Tees. Zudem besitzt einen hohen Gehalt an natürlichen Koffein und L-Theanin. Diese Kombination ist mitunter die beliebteste unter Biohackern, da Koffein einen Energie Boost gibt während L-Theanin beruhigend wirkt und etwaige Nebenwirkungen von Koffein (z.B Angst & Unruhe) reduziert.

In dieser erst kürzlich veröffentlichen Meta Analyse aus dem Jahr 2017 wurden über 49 Studien diesbezüglich analysiert. Das Ergebnis ist, dass Grüntee, vor allem durch die Kombination aus L-Theanin und Koffein eine positive Wirkung auf die Stimmung sowie Gehirnleistung hat.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28056735

Creatin

Creatin ist das mitunter bekannteste Nahrungsergänzungsmittel für Kraftsportler wie Bodybuilder & Powerlifter. Es ist erwiesenermaßen auch eines der effektivsten Supplemente wenn es um die Steigerung von Kraft und Schnellkraft geht. Konkret erhöht es die ATP Gewinnung bzw. die Wiederherstellung des ATP Nukleotid. Somit kann die kurzfristige Leistungsfähigkeit der Muskeln in höherem Intensitätsbereichen gesteigert werden. Krafttraining im niedrigen Wiederholungsbereich oder Sprints sind klassische Beispiele dafür.

Wer denkt, dass das die einzige Wirkung von Creatin ist hat nicht weit gedacht. Denn obwohl Muskeln einen Großteil der Energie des Körpers beanspruchen benötigt das Gehirn bis zu 30% der zur Verfügung gestellten Glucose. Somit benötigt auch das Gehirn die Energie die durch Abspaltung von ATP zu ADP gewonnen wird. Da die Wiederherstellung zu ATP durch Creatin beschleunigt wird profitiert eben nicht nur der Muskeln sondern auch das Gehirn davon. In zahlreichen Studien konnte durch Creatin eine verbesserte kognitive Leistungsfähigkeit nachgewiesen werden.

In dieser Studie aus dem Jahr 2003 wurden 45 junge Erwachsene (primär Veganer & Vegetarier da diese eine Creatin arme Ernährung haben) über 6 Wochen lang getestet und untersucht. Verabreicht wurden 5g Creatin täglich und die Studie war nach dem Goldstandard aufgesetzt (randomisierte Doppelblindstudie). Das Ergebnis war eindeutig, denn durch die Gabe von Creatin schnitten die Teilnehmer wesentlich besser in den Tests ab welche die Gehirnleistung im Bezug auf Gedächtnis und Logik gemessen haben.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1691485/

Panax Ginseng

Ginseng ist vermutlich die am häufigsten eingesetzte Heilpflanze der traditionell chinesischen Medizin. Das gesamte Wirkungsspektrum ist so breit, dass es den Rahmen des Artikels sprengen würde. Die nootropische Wirkung von Ginseng wurde schon in mehreren Studien auf unterschiedlichste Weise belegt.

In dieser randomisierten Doppelblindstudie aus dem Jahr 2005 wurden 30 junge Testpersonen in 3 Gruppen eingeteilt und bekamen entweder 0mg (Placebo), 200mg oder 400mg Panax Ginseng verabreicht. Anschließend wurden mehrere Leistungstest durchgeführt. Die Panax Ginseng Gruppen schnitten nicht nur besser ab und erzielten bessere Ergebnisse sondern hatten auch eine verringerte subjektive geistige Ermüdung. Auch die Blutzuckerwerte in der Ginseng Gruppe waren nach Gabe dieser geringen Dosis deutlich besser.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15982990

L-Theanin

L-Theanin ist eine nicht proteinogene Aminosäure welche vor allem in den Blättern von grünem und schwarzem Tee vorkommt. Die Aminosäure hat eine nachweislich beruhigende, entspannende und Stress reduzierende Wirkung auf den Körper. 

In dieser randomisierten Doppelblindstudie aus dem Jahr 2016 wurden 34 gesunde Teilnehmer im Alter von 18-40 untersucht. Sie wurden verschiedensten Stress Tests unterzogen und bekamen L-Theanin oder ein Placebo verabreicht. Nach Ende der Studie wurden die Ergebnisse ausgewertet und man kam zum Ergebnis, dass L-Theanin die Stress signifikant reduzierte. Dazu nahm man Speichelproben und untersuchte diese auf Cortisol.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4728665/

Citicolin – CDP Cholin

Citicolin bzw. CDP Cholin ist für ein Nukleosiddiphosphat welches für die Biosynthese von neuer Zellmembran verantwortlich ist. Es wurde bisher bei Schlaganfallpatienten eingesetzt aufgrund der zellschützenden Eigenschaften eingesetzt. Darunter fallen auch Gehirnzellen welche vor oxidativen Stress geschützt werden. Weitere Studien zur Bestätigung sind aber noch notwendig.

Provigil / Modafinil  (Medikament)

Modafinil ist ein Arzneistoff der primär zu Behandlung von Nakrolepsie eingesetzt wird. Der amerikansiche Handelsnahme ist Provigil und das Medikament hat eine stark anregende Wirkung. 

Ritalin / Methylphenidat (Medikament)

Ritalin ist mitunter das am häufigsten eingesetzte Medikament gegen ADHS und Hyperaktivität, wird aber auch in seltenen Fällen gegen Narkolepsie eingesetzt.  Es hat eine beruhigende und fokussierende Wirkung und ähnelt strukturell gesehen den Amphetaminen.

Adderall / Amphetamine (Medikament)

Adderall ist ein beliebtes Medikament was weltweit unter Studenten zur kognitiven Leistungssteigerung missbraucht wird. Es enthält einen hohen Anteil an Amphetaminen und hat eine aufputschende Wirkung auf den Körper und Geist.

Erfahrung

Ich persönlich hatte schon die unterschiedlichsten Nootropika ausprobiert. Darunter waren jedoch nur natürliche Substanzen und keine verschreibungspflichtigen Substanzen wie Adderall oder Modafinil. Die beste Erfahrung hatte ich bisher mit der beliebten aber ganz einfach Kombination aus schwarzen Kaffe & L-Theanin gemacht. Grundsätzlich hatte ich das Verhältnis von Koffein zu Theanin immer 1:2 gewählt und machte damit besonders gute Erfahrungen.

Somit kommt man bei einem starken schwarzen Kaffee auf rund 100mg Koffein und sollte dazu 200mg L-Theanin nehmen. Diese Kombination erwies sich als unglaublich effektiv. Denn einerseits hatte ich den mentalen Energieboost durch das Koffein und andererseits die beruhigende und fokussierende Wirkung des L-Theanin. Die Aminsäure hilft etwaige Nebenwirkungen von Kaffee (Unruhe, Zittern und Nervosität)  zu lindern und das Ergebnis ist ein fokussierter mentaler Energie Boost.

Jedoch empfehle ich maximal 1-2 Kaffee am Tag zu trinken und alle paar Wochen eine ganze Woche auf Koffein zu verzichten um keine Resistenz zu entwickeln.

Zusammenfassung

Nootropika gibt es schon seit über 40 Jahren jedoch ist das Interesse daran in den letzten Jahren stark gestiegen. Vor allem in den USA boomt der Trend und ist ein Teilbereich der Biohacking Bewegung. Das Ziel ist eine bessere geistige Leistung um vor allem im beruflichen und akademischen Bereich erfolgreicher zu werden. Aber auch Glücksgefühl und Wohlbefinden können it Nootropika gesteigert werden.

Es gibt unzählige Mittel am Markt die teilweise auch verschreibungspflichtig sind auf Dauer zu Nebenwirkungen führen. Deshalb ist es wichtig sich mit der Thematik auseinander zu setzen um zu wissen was man sich zuführt. Idealerweise sollte man mit natürlichen und pflanzlichen Extrakten beginnen bevor zu Medikamenten greift. Erste sind nämlich besser verträglich und meist ohne Nebenwirkungen auch bei langfristiger Einnahme.

Jedoch gilt, dass jeder Mensch unterschiedlich ist und auf gewisse Substanzen besser anspricht als andere. 

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Clemens

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