Regelschmerzen lindern mit Hausmittel [TOP 5 Tipps]

Anna Hetz
21. März 2019

Einleitung

Prämenstruelles Syndrom (PMS) – Welche Frau kennt es nicht? Wie Stimmungsschwankungen und körperliche Beschwerden währrend der Periode mit der Ernährung zusammhängen und was vegan sein damit zu tun hat, erfährst du in diesem Artikel.

PMS

“PMS bezeichnet komplexe körperliche und emotionale Beschwerden im Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus, die vier bis vierzehn Tage vor dem Eintreten der Regelblutung in jedem Monatszyklus einer Frau auftreten können und mit Beginn der Regel aufhören”.

Unterschiedlich stark kann PMS ausgeprägt sein. Etwa ein Viertel der betroffenen Frauen haben spürbare Symptome und circa drei bis acht Prozent dieser Frauen leiden richtig stark an PMS. Befindlichkeitsstörung bis hin zur Einschränkung auf der Arbeit oder im Sozialleben können wärrend der Regelblutung eintreten.

Folgende körperlichen Symptomen können auftreten:

  • Wasseransammlungen im Gewebe
  • Hautveränderungen
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Erschöpfungssymptome
  • Übelkeit und Kreislaufbeschwerden
  • Krämpfe im Unterbauch
  • Kopf- und Rückenschmerzen
  • Heißhunger oder Appetitlosigkeit
  • Schmerzhafte Spannungen, Schwellungen oder extreme Empfindlichkeit der Brüste
  • erhöhte Sensibilität auf Reize (Licht, Berührung, Lärm, Geruch, Zeit- und Arbeitsdruck)
  • Migräne
  • Völlegefühl
  • Schmerzen im Bereich der Geschlechtsorgane
  • Schleimhautreizungen

Auch psychischen Symptomen können auftreten:

  • Stimmungsschwankungen
  • Antriebslosigkeit
  • Hyperaktivität, Ruhelosigkeit
  • depressive oder manische Stimmungen
  • Angstzustände
  • Reizbarkeit
  • Aggressivität
  • grundloses Weinen oder Lachen
  • vermindertes Selbstwertgefühl
  • Gefühl von Überforderung und Kontrollverlust
  • Veränderungen des Appetits

Beeinflussung durch Ernährung

Eine Studie, die an 33 Frauen im Alter zwischen 33 und 48 Jahren durchgeführt wurde, zeigt den Einfluss der Ernährung in Bezug auf Regelschmerzen.
Die eine Gruppe der Frauen ernährte sich zwei Monate lang vegan und fettarm. Sie aßen Gemüse, Getreide, Früchte und Hülsenfrüchte. Alle Tierprodukte ließ man weg genauso sowie Speiseöle, Fritiertes, Nüsse, Avocado und Oliven. Die Ernährungsweise enthielt ungefähr 10 % Fett.

Die Ergebnisse waren eindeutig. «Nachdem ich meine Ernährung umgestellt hatte, verbesserte sich mein Befinden drastisch», sagte eine Teilnehmerin, die sich jeden Monat während ihrer Periode bis zu zehn Tage unwohl fühlte, «in der Woche vor meiner Periode verspürte ich überhaupt kein prämenstruelles Syndrom mehr».

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Erklärung

Zu den Hauptursachen der Regelschmerzen zählen die Prostaglandine. Der Östrogenspiegel sinkt, wenn die Frauen ihren Fettkonsum reduzieren, was das Zellwachstum und die Prostaglandinbildung in der Gebärmutter reduziert. Die oben genannte Ernährungsweise erhöht die Produktion der Sexualhormon bindenden Globuline, die das Östrogen quasi deaktivieren und dadurch die Hormonschwankungen beruhigen.
Nicht nur die Regelschmerzen, sondern auch die Dauer der Menstruation ging zurück und das von durchschnittlich 3,9 auf 2,7 Tage.

Als die Teilnehmerinnen in einem zweiten Schritt aufgefordert wurden, wie vorher zu essen, weigerten sich viele, denn sie hatten nun mehr Energie, ihre Konzentration ist besser, sie verloren an Gewicht und hatten eben keine Schmerzen mehr. «Ich fühle mich nicht eingeschränkt durch diese Ernährungsform», sagte eine Teilnehmerin, «wenn ich sie aber aufgebe, dann nehme ich wieder einen ungesunden Lebensstil an und bekomme dadurch erneut Menstruationsschmerzen.»

Die Frauen, die an dieser Studie teilnahmen, haben bei durch die veganen Ernährungsweise durchschnittlich 6 Pfund nach 6 Wochen abgenommen.

Es wird vermutet, dass Regelschmerzen ein Warnsignal für weitere Gesundheitsrisiken sein könnten. Die Prostaglandinaktivität, die die Schmerzen verursacht, wird verstärkt durch einen hohen Östrogenspiegel, der von zu fettreicher Nahrung kommt.
Die Fette, die über das Essen aufgenommen werden, sowie das gespeicherte Körperfett lassen den Östrogenspiegel ansteigen. Das führt zu einer höhere Krebsrate bei Frauen, die sich fettreich ernähren oder zu viel Körperfett besitzen. Eine fettreduzierte und pflanzliche Ernährungsform ist die gesündeste Art, die Hormone im Gleichgewicht zu halten.

Bauch

Übersäuerung

Schmerzen sind stärker, je stärker man übersäuert ist. Eine schlechte Ernährung in Kombination mit Stress, Nikotin, Koffein, Zucker, sowie zu viele Medikamenten führt zu einem Mineralstoffmangel und Schlackenbildung. Wenn man den Körpers mit hochwertigen Mineralstoffen versorgt werden die Regelschmerzen gelindert oder verschwinden ganz.

Deswegen ist eine basische Ernährung aus viel Gemüse, Salaten, Sprossen, Früchten und gesunden Fetten vorteilhaft bei Regelschmerzen und auch für den Körper allgemein. Eine basische Kost mindert aufgrund des ausgewogenen Mikronährstoffreichtums sowie dem Fehlen verschlackender Inhaltsstoffe die Schmerz- und Krampfbereitschaft automatisch. Wenn man das Essen zusätzlich mit krampflösenden Gewürzen, wie z. B. Anis, Fenchel, Kardamom, Koriander, Vanille und Zimt verfeinert, wird man die Periode wunderbar und schmerzfrei überstehen.

Vitalstoffe und Antioxidantien

Grünes Blattgemüse wie Blattsalate, Grünkohl, Mangold, Brennnessel, Kräuter und Wildgemüse. Die darin enthaltenen Vitalstoffe geben dem Körper Energie und haben viele Antioxidantien. Diese fördern die Blutneubildung. Aus Weizengraspulver, das das man mit Wasser oder mit Früchten zu einem Smoothie mixt, bietet Frau die optimale Versorgung während der Periode.

Weitere Tipps gegen Regelschmerzen

Wärme

Wärme tut nicht nur gut, sondern lindert auch die Krämpfe. Eine Möglichkeit ist ein Vollbad oder eine Wärmflasche.

Tee

Besonders sind Kamille, Ingwer und Pfefferminz. Jeder andere Tee ist aber auch ok, hauptsache man trinkt ihn schön warm.

Magnesium

Hilft gegen die Krämpfe. Alles viele Lebensmittel essen die Magnesium enthalten wie z.B. Haferflocken, Bananen, Bohnen, Linse, Vollkornprodukte.

Eisen

Während der Periode verliert man viel Blut, also auch Eisen. Um den Eisenhaushalt wieder aufzufüllen eignen sich z.B. Hülsenfrüchte, Hafer, rote Beete, Spinat, Tomaten, Paprika.

Ingwer

Ingwer wärmt von innen, entspannt und mindert Schmerzen.

Petersilie

Petersilie fördert die Durchblutung der Unterleibsorgane, reinigt das Blut, desinfiziert und entgiftet.

Bananen

Bananen enthalten Vitamin B6, welches den Blutzuckerspiegel reguliert und die Stimmung positiv beeinflusst.

Bewegung

Ein leichter Spaziergang oder Yoga kann gut tun. Sanfte Bewegungen fördern die Durchblutung und helfen bei der Ablösung der Gebärmutterschleimhaut.

Fazit

Durch eigene Erfahrung kann ich sagen, dass die Beschwerden und auch die Schmerzen während der Periode wesentlich besser durch eine rein pflanzliche Ernährung wurden. Der Allgemeinzustand ist einfach besser, wenn man keine tierischen Produkte konsumiert.

Aufgrund einer veganen Ernährung nimmt man viel mehr Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine und Ballaststoffe auf, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Sekundäre Pflanzenstoffe haben ein großes Potenzial zur Vorbeugung vieler Krankheiten und stärken die Gesundheit. Ihre Eigenschaften reichen von antikanzerogen (schützt vor Krebs), antimikrobiell, antioxidativ, antithrombotisch, entzündungshemmend, verdauungsfördernd bis hin zu der Fähigkeit, den Blutdruck sowie den Cholesterin- und Blutglukosespiegel zu senken.

Falls es doch mal gelegentlich zu leichten Schmerzen kommt ist heißer Tee für mich immer die beste Möglichkeit, um Linderung zu schaffen, da die Wärme im Bauch einfach gut tut. Leichtes Essen direkt am ersten Tag der Periode ist auch immer gut, um den Darm und den Magen nicht zusätzlich zu belasten.

Aber Fakt ist, dass durch eine vegane Ernährung die Schmerzen definitiv weniger werden. Also probiert es aus 😉

Studien

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Anna Hetz

Anna Hetz

Hey, mein Name ist Anna und als zertifizierte Fitness Trainerin habe ich in den letzten Jahren dutzenden Menschen mit der richtigen Ernährung und Training zu einem besseren Körper verholfen. Aktuell teile ich mein Wissen auf You Optimized und bei Fragen könnt ihr euch jederzeit gerne melden.
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