Vegane Ernährung – Akne, Pickel und Haut

Anna Hetz
18. März 2019

Einleitung

Die Haut ist ist unser größtes Organ, denn sie misst circa 2 m².  Alles was wir essen beeinflusst unseren Körper und unsere Gesundheit. Tierische Lebensmittel haben eher negative Einflüsse auf uns und können die Haut schädigen. Pflanzliche Lebensmittel hingegen wirken sich sehr positiv auf unseren Organismus aus. Warum das so ist und was es zu beachten gibt, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Unsere Haut

Die Aufgaben der Haut sind vielfältig. Sie dient uns als stabile und gleichzeitig flexible Hülle des Körpers und schützt vor schädlichen Umwelteinflüssen wie Nässe, Kälte und Sonnenstrahlen sowie vor Krankheitserregern und Giftstoffen.

Das Aussehen der Haut erzählt viel über den Menschen, wie z.B. sein Alter und sein Gesundheitszustand. Viele Erkrankungen zeigen sich an einer veränderten Hautfarbe oder -struktur. Außerdem reguliert die Haut unsere Körpertemperatur und schützt vor dem Austrocknen und vor der Kälte. Außerdem nimmt der Körper über die Haut Wärme, Kälte, Druck, Juckreiz oder Schmerz wahr.

Die Unterhaut speichert Wasser und Fett, aber auch werden auch Stoffwechselprodukte abgelagert. In der Unterhaut werden zudem Hormone produziert, die für uns lebensnotwendig sind. Selbst bei Verletzungen entstehen sofort wieder Zellen in der Haut, die neue Haut und Blutgefäße bilden.

Die Haut hat also viele Aufgabe und ist sehr wichtig, doch leider haben viele Menschen Hautprobleme. Oft sind diese bedingt durch eine schlechte Ernährung.

Akne

Akne kann sehr unterschiedlich und verschieden stark ausgeprägt sein. Man unterscheidet zwischen leichter, mittelschwerer und schwerer Akne. Außerdem gibt es entzündliche und nicht entzündliche Akne. Die nicht entzündliche Akne ist eine leichte Form, bei der man in der Regel nicht von „Akne“, sondern lediglich von „Pickeln“ oder „Mitessern“ spricht.

Im Unterschied zu „normalen“ Pickeln sind Aknepickel hartnäckig und bestehen oft lange. Sie können rote Flecken oder Narben hinterlassen. „Normale“ Pickel verschwinden wieder recht schnell.

  • Leichte Akne: Bei der leichten Akne treten Mitesser, also verstopfte Talgdrüsen der Haut, auf. Es gibt Mitesser mit einer schwarzen Kappe und solche mit einer weißen. Die schwarze Verfärbung ist kein Dreck! Sie entsteht, weil diese Mitesser „offen“ sind und sich der Hautfarbstoff Melanin mit dem Sauerstoff der Luft verbindet. Die weißlichen Mitesser sind zu. Je mehr Talg in den Mitessern ist, desto eher vermehren sich Bakterien und es entstehen entzündliche Aknepickel.
  • Mittelschwere Akne: Bei der mittelschweren Akne sind deutlich mehr Aknepickel vorhanden. Stärker entzündete Pickel werden als „Papeln“ (kleine Knötchen) oder als „Pusteln“ (Eiteransammlung) genannt.
  • Schwere Akne: Bei schweren Formen bilden sich sehr viele Papeln und Pusteln, zusätzlich entstehen Knoten unter der Haut. Diese sind oft rot und vor allem schmerzhaft. Es können sogar Aknenarben zurückbleiben.

Das Hautfett nennt man Talg. Dieser hält die Haut geschmeidig und schützt sie. Wenn aber am Ausgang einer Talgdrüse eine Hornschicht entsteht, kann der Talg nicht abfließen. Er sammelt sich in der Talgdrüse und so entsteht ein Mitesser. Wenn er sich entzündet, bildet sich ein Aknepickel. Akne entsteht vor allem dort, wo es besonders viele Talgdrüsen gibt, nämlich im Gesicht, auf der Brust, am Rücken und an den Schultern.

Folgen

Bei einer schweren Akne können Narben zurückbleiben. Es gibt kleine flache, kaum wahrnehmbare Narben, aber auch deutlich sichtbare. Man unterscheidet verschiedene Formen von Aknenarben:

  • atrophe Narben: Wenn die Wunde schlecht oder nicht richtig heilt, entwickelt sich zu wenig Bindegewebe. Die Narbe bildet sich dann unterhalb des umliegenden Gewebes und es entsteht eine Vertiefung.
  • hypertrophe Narben: An Brust, Rücken oder Schulter können vor allem bei der schweren Akne auch erhabene Narben auftreten. Sie entstehen, wenn sich bei der Wundheilung zu viel Bindegewebe bildet.
  • Keloide: Hier bildet sich ebenfalls zu viel Bindegewebe. Anders wie bei den hypertrophen Narben gehen sie über das ursprünglich entzündete Gebiet hinaus.

Häufiges Ausdrücken von Mitessern und Pusteln kann die Narbenbildung begünstigen.

Negative Auswirkungen von Milchprodukten

2008 erkannte man in einer Studie, dass Menschen, die Milch konsumieren, viel häufiger Akne bekommen. Das liegt an den Hormonen, die in Milch enthalten sind. Man empfahl darauf, dass Menschen die Hautprobleme haben keine Milchprodukte zu konsumieren. Besonders schlecht ist entrahmte Milch. Die Fachzeitschrift Dermato Endocrinology riet, dass man bei einer ernährungsgestützten Behandlung von Akne so wenig tierische Proteine wie möglich zu sich zu nehmen.

In der Nurses Health Study II wurde der Zusammenhang zwischen dem Konsum von Milchprodukten im Jugendalter und dem Auftreten von schwerer Akne untersucht. Man kam zu dem Ergebnis, dass Milch, Magermilch, Quark und Frischkäse Akne fördern.
Um die Ergebnisse zu untermauern, wurden nochmals 6.094 Mädchen im Alter von 9 bis 15 Jahren befragt. Es wurde erneut ein Zusammenhang zwischen Milchkonsum und der biologischen Reaktion der Verbraucherinnen, in Form von Akne, festgestellt.
Eine weitere Studie sollte noch die Auswirkungen von Milchprodukten bei männlichen Teenagern zeigen. Dazu wurden 4.273 Jungs untersucht, die zwei Jahre lang ihre Essgewohnheiten notierten. Die Wissenschaftler kam bei ihnen zum gleich Ergebnis: Der Konsum von Milchprodukten fördert Akne.

Milchprodukte erhöhen den Insulinspiegel. Sie erhöhen das Wachstum und die Ausdifferenzierung der Zellen. Und genau das ist die Aufgabe von Milch, denn Milch will bewusst das Wachstum fördern. Denn schliesslich ist sie von Natur aus NUR für Säuglinge gedacht, die auch besonders schnell wachsen müssen. Erwachsene brauchen keine wachstumsfördernde Babynahrung mehr. Deswegen führt Milchkonsum nach dem Säuglingsalter auch zu gesundheitlichen Problemen.

Milch

Hilfe durch vegane Ernährung

Die streng vegetarische, mittlerweile besser bekannt als vegane Ernährung, ist der komplette Verzicht tierischer Produkte. Eine vollwertige vegane Ernährung besteht aus abwechslungsreichen und ausgewogenen Lebensmitteln. Gemüse und Obst sind die Basis eines gesunden Ernährung, den sie enthalten viele Vitamine, Mineralstoffe sowie Ballaststoffe. Die sekundären Pflanzenstoffen verringern zumden das Risiko für ernährungsbedingte Krankheiten.

Über die Eiweißzufuhr braucht man sich keine Sorgen machen, denn auch Proteine gibt es in pflanzlichen Lebensmitteln, wie z.B. Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen, Erbsen und Kichererbsen, Sojaprodukte wie Tofu, Sojamilch und -joghurt. Auch Nüsse und Samen enthalten Eiweiß und sie enthalten  viele Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe und essentielle Mineralstoffe wie Eisen und Kalzium und gesunden Fettsäuren.

Vegane Ernährung hilft das Hautbild sichtbar zu verbessert. Denn in pflanzlichen Lebensmitteln sind wichtige und wertvolle Inhaltsstoffe, die schöne Haut fördern. Die oben genannten Lebensmittel sind nur einige von vielen gesunden Beispielen, die der Haut guttun. Diese beugen nicht nur Pickel und Akne vor, sondern sorgen auch für ebenmäßigere Haut. Gut geeignet sind auch verschiedenen Kräutern, die bei Akne helfen.

Die richtigen Lebensmittel

Wer sich rein pflanzlich ernähren möchte, sollte sich zunächst gründlich informieren. Hier zeigen wir dir einige Lebensmittel auf die für die Haut besonders gut sind:

  • Grünes Gemüse: Salat oder grüner Smoothie – grünes Gemüse sorgt für gesunde Haut. Verantwortlich dafür sind die im Gemüse enthaltenen Vitamine, Antioxidantien und Flavonoide. Diese schützen vor freien Radikalen und unterstützen das Immunsystem.
  • Fermentierte Lebensmittel: In diesen Nahrungsmitteln sind wichtige Bakterien enthalten, die positiv auf die Hautflora wirken, z. B. bei Sauerkraut, Kombucha, Kimchi oder Rejuvelac, Sauerteigbrot und Sojajoghurt.
  • Gewürze: Durch Kurkuma oder Chili nimmt man Mineralien, Vitamine und Antioxidantien zu sich. Zudem wird die Durchblutung gefördert.
  • Viel Flüssigkeit: Reichlich Wasser trinken und genügend Obst und Gemüse essen ist gut für den Stoffwechsel. Für schöne Haut sollte man Kaffee, Alkohol und Zucker nur in Maßen verzehren.
  • Dunkle Schokolade ist nicht nur lecker, sondern auch reich an Antioxidantien. Durch das Essen von dunkler Schokolade können Hautentzündungen vorgebeugt werden.

Öle

Hier eine Liste an gesunden Fetten in Form von vollwertigen Lebensmitteln und Ölen

Gesunde Fette ungesättigte Fettsäuren sind wichtig für die Zellgesundheit. Omega-3-Fettsäuren sind in Leinsamen, Sojabohnen und Spinat zu finden. Aber auch Avocados, Artischocken und Nüssen haben eine entzündungshemmende Wirkweise. Ohne Fette gäbe es keine funktionierenden Zellmembranen. Der Körper braucht Fett, um Vitamine wie Vitamin A, E und K aus der Nahrung aufzunehmen. Zu wenig dieser guten Fetten kann zu trockener Haut und Entzündungen führen. Walnüsse enthalten einen unschlagbaren Mix aus Kalzium, Kalium, Zink, Magnesium und Eisen, sowie Vitamin E. Dieses sorgt dafür, dass deine Hautzellen optimal geschützt werden.

Eine glatte Haut wird zusätzlich durch die Pantothensäure unterstützt. Sonnenblumenöl enthält Linolsäure, die dafür sorgt, dass die Haut weder rau, noch gerötet ist. Denn ein Mangel löst diese beiden Beschwerden häufig aus. Distelöl oder Maiskeimöl enthalten ebenfalls Linolsäure und können zudem helfen, das Bindegewebe zu festigen. Da in diesen Ölen auch Vitamin E steckt, können Hautkrankheiten gemindert werden, bzw. kann verhindert werden, dass diese überhaupt entstehen.

Sogenannte Sekundärstoffe wie z.B. ätherisches Öl, Bitter-, Scharf- und Farbstoffe haben die verschiedensten Wirkungen auf unseren Körper. Bestimmte Farbstoffe, wie die Flavonoide, stimulieren das Immunsystem und schützen unsere Zellen. Bitter- und Scharfstoffe regen den Magen-Darm-Trakt an und ätherische Öl schützen den Körper gegen Bakterien und Viren. Kräuter enthalten Vitaminen und Mineralstoffen.

Sonnenblumenöl

Wichtige Vitamine für gesunde Haut

Vitamin A: Lebensmittel die Vitamin A enthalten schützen die Haut vor Infektionen und unterstützen die Hautzellproduktion. Dadurch können Reizstoffe, die unreine Haut fördern, die Hautbarriere schwieriger durchringen. Auch bei fettiger Haut können unter anderem Karotten, Kürbisse, Aprikosen und grünes Blattgemüse Abhilfe schaffen.

Vitamin C: Wer an geröteten und entzündeten Hautstellen leidet, sollte Vitamin-C-haltige Lebensmittel wie Orangen, Hagutten, Brokkoli, Kohl und Paprika essen. Sie stärken das Bindegewebe und die Kollagen-Produktion, wodurch neue gesunde Hautschichten gebildet werden können.

Vitamin E:  Lebensmitteln die viel Vitamin E (Mandeln, Oliven und Avocado) enthalten regenerieren das Gewebe und können Hautnarben verbessern.

Vitamin B: B-Vitamine (B1,B6, B12 usw.) sind essentiell für die Hautgesundheit sind. Lebensmittel wie Bananen, Spinat, Hülsenfrüchte, Tomaten und Kartoffeln unterstützen nicht nur die Hautelastizität und -heilung, sondern halten auch die Zellen gesund.

Die richtige Pflege

Neben der Ernährung ist die beste Voraussetzung für eine reine Haut eine gute Pflege: Wird die Haut ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt, verringert sich die Talgproduktion auf natürliche Art und Weise und Pickel werden seltener. Weniger ist mehr, denn wer zu viel und zu aggressiv reinigt zerstört auf Dauer die sensible Balance aus natürlichem Hautfett, guten Bakterien und Feuchtigkeit der Haut.

Ölige Haut, die oft zu Pickeln neigt, muss gut gereinigt werden. Der tägliche Schmutz in der Luft und an unseren Händen setzt sich bei fettiger und unreiner Haut leichter ab. Ein sanftes Reinigungsgel mit natürlichen Inhaltsstoffen entfernt den Schmutz und reinigt bis in die Poren – ohne den Säureschutzmantel zu zerstören.
Wichtig ist eine leichte Gesichtscreme zu verwende, die die Haut gut mit Feuchtigkeit versorgt , sodass sie die Talgproduktion von alleine abbremst. Gut geeignet ist zum Beispiel Aprikosenkernöl, das besonders gut einzieht. Hamamelis – auch Zaubernuss genannt – ist ebenfalls super gegen Unreinheiten. Denn die Gerbstoffe dieser Nuss verengen die Poren und vermindern so den Talgfluss.

Also wichtig ist: NICHT aggressiv reinigen und die hauteigene Balance stören, sondern natürliche Produkte nutzen, die die Haut ,je nach ihren Bedürfnissen, mit natürlichen Wirkstoffen versorgen.

Hautbild verbessern auf einen Blick

Achte auf folgendes um deine Haut besonders gesund aussehen zu lassen:

  • Führe deinem Körper viele Ballastoffen und Vitaminen zu
  • Achte auf eine basische Ernährungsform: kein Säureüberschuss im Bindegewebe
  • Verzicht auf stark verarbeitete Lebensmittel wie Fertigprodukte und zu viel Zucker
  • Verzicht auf tierische Produkte wie Milch, Fleisch, Eier

Fazit

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Tierprodukte, wie Fleisch, Milch und Milchprodukte nicht nur voller Hormone sind, sondern auch die körpereigene Hormonproduktion auf unnatürliche Weise ansteigen lassen. Vor allem auf Milchprodukte und Fleischwaren reagieren sehr viele Menschen mit Unreinheiten und Akne. Deshalb ist eine vegane Ernährungsweise die wichtigste Basistherapie bei Akne, Pickeln und unreiner Haut. Eine rein pflanzliche Ernährung wirkt sich positiv auf das Hautbild aus.

Allerdings ist eine vegane Ernährung nicht gleich gesund, denn Zucker, Chips und Pommes sind auch vegan, aber nicht Gesundheitsfördernd. Deswegen ist es wichtig viel Obst und Gemüse zu essen. Viele Obstsorten sind wahre Wunder für für den Teint und die Haut, denn viele Obstsorten (Kiwi, Orange usw.) beinhalten Vitamin C. Ein Mangel dieses Vitamins kann der Auslöser für eine schlecht heilende Haut sein. Selbstverständlich liefern auch andere Obstsorten wie Bananen, Erdbeeren oder Äpfel wichtige Vitamine, die die Haut gesund und strahlend machen.

Sonne (in Maßen) ist ebenfalls sehr gut für deine Haut. Den dadurch nehmen wir Vitamin D auf, welches für viele lebensnotwendige Prozesse im Körper benötigt wird.

Außerdem solltest du viel trinken (1,5 bis 2 Liter am Tag), denn Wasser sorgt für einen geregelten Elektrolythaushalt und erhält die Elastizität und Spannkraft der Haut.

Vegane Rezepte findest du in unserem Artikel: Keto Vegane Rezepte

Studien

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Anna Hetz

Anna Hetz

Hey, mein Name ist Anna und als zertifizierte Fitness Trainerin habe ich in den letzten Jahren dutzenden Menschen mit der richtigen Ernährung und Training zu einem besseren Körper verholfen. Aktuell teile ich mein Wissen auf You Optimized und bei Fragen könnt ihr euch jederzeit gerne melden.

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