Rosenwurz / Rhodiola rosea: Wirkung, Dosierung, Nebenwirkungen & Erfahrungsbericht

Clemens
3. Mai 2019

Einleitung

Rosenwurz oder auch Rhodiola Rosea genannt ist ein altes heimisches Superfood welches in den letzten Jahren immer mehr Aufmerksamkeit bekam. Die kleine Pflanze die in großen Teilen Europas wächst und auch heimisch ist hat einige besondere Wirkungen auf den Körper. Nicht umsonst wird sie seit jeher in der russischen und skandinavischen Naturmedizin gegen eine Vielzahl an Krankheiten eingesetzt.

Wirkung

Die Wirkung der Pflanze ist auf die darin enthaltenen Glycoside zurückzuführen. Darunter die zwei wichtigsten Glycoside Rosavin und Salidroside. Beide kommen in Rhodiola Rosea in relativ hoher Konzentration vor und haben eine stark antioxidative Wirkung. Sie schützen somit Zellen vor oxidativen Stress und helfen bei der Zellreparatur. 

. Jedoch ist der Anteil von Extrakt zu Extrakt unterschiedlich und abhängig von der Verarbeitung der Pflanze.

Um volle Wirkung zu erzielen sollte der Rosavin Anteil bei mindestens 3% und der Salidroside Anteil bei mindestens 1% liegen. In unserem nachfolgend empfohlenen Produkt wird das sogar übertroffen. Jedoch gibt es viele Hersteller welche das nicht erfüllen, auf Kosten der Wirkung.

Konkret wirkt sich Rhodiola Rosea auf viele Neurotransmitter aus und beinflusst unter anderem die Seratonin und Norephedrin Werte im Gehirn. Auch Opioide wie Beta Enordphine werden durch Rosenwurz beeinflusst.

Die Energieanstieg den viele durch Rosenwurz bekommen ist darauf zurückzuführen, dass Rosenwurz die ATP Synthese steigert. Das ist die Hauptenergiequelle für unseren Körper insbesondere das Gehirn.

Wirkungseintritt

Um die volle Wirkung von Rhodiola Rosea zu verspüren sollte man auf jeden Fall ein hochdosiertes Extrakt für mindestens 2-3 Wochen täglich einnehmen. Wie bei den meisten Pflanzenextrakten dauert es bis die volle Wirkung eintritt und man sollte die Einnahme auch langfristig betrachten.

Anwendung

Das Wirkungsspektrum von Rhodiola Rosea ist sehr vielfältig entsprechend gibt es viele Anwendungen für die Pflanze. In der Naturheilkunde setzte man die Rosenwurz schon gegen die unterschiedlichsten Krankheiten ein. Hier die wichtigsten Symptome und Krankheiten im Überblick welche man man Rosenwurz potentiell behandeln kann.

Stress

Eines der Hauptanwendungsgebiete von Rosenwurz ist die Behandlung von Stress. Immer mehr Menschen in der westlichen Welt leiden an chronischen Stress. Das führt zu Nebennierenschwäche und zahlreichen weiteren gesundheitlichen Problem. Chronisch erhöhter Stress bzw. erhöhte Cortisolwerte (Stresshormon) führen dazu, dass das Immunsystem die Verdauung und andere biologische Prozesse nicht mehr richtig funktionieren und ablaufen können.  Deshalb ist es unglaublich wichtig die Stresswerte langfristig unter Kontrolle zu haben.

Da Rosenwurz ein starkes Adaptogen ist fördert es nachweislich die Stressresistenz und hilft dem Körper Cortisol abzubauen. Auch die subjektive Wahrnehmung von Stress sinkt signifikant ab. Zahlreiche Studien konnten das bereits bestätigen.

In dieser Studie aus dem Jahr 200 wurden studierende welcher großem Stress in einer Prüfungsphase ausgesetzt Jahren waren in zwei Gruppen eingeteilt. Gruppe 1 erhielt ein Placebo und Gruppe eine Kapseln mit Rosenwurz Extrakt. Daraufhin testete man beiden Gruppen und verglich diese auf körperliche Fitness, neuro-motorische Fähigkeiten sowie geistige Ermüdung. In allen Bereichen schnitt die Rosenwurz Gruppe besser ab. Zudem berichteten die Studierenden ein besseres subjektives Wohlbefinden.

http://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/download?doi=10.1.1.617.5311&&rep=rep1&&type=pdf

Im selben Jahr wurde eine weitere Studie veröffentlicht. Diesmal wurden junge Ärzte auf Ermüdung getestet. Eine Gruppe erhielt während einer anstrengenden Schichtzeit Rosenwurz während die andere Gruppe nichts erhielt. Vor und nach der Schicht wurden die Ärzte getestet und man stellte fest, dass die Ermüdung bei der Rosenwurz Gruppe wesentlich geringer war. Hier mehr dazu.

Gedächtnis- & Gehirnleistung

Rosenwurz ist nicht nur ein Mittel gegen Stress sondern kann auch die Leistungsfähigkeit des Gehirn deutlich steigern. Sowohl Gedächtnis als auch kognitive Fähigkeit verbesserten sich in zahlreichen Untersuchungen.

In dieser unglaublich umfassenden Meta Analyse von 36 Studien mit insgesamt 836 Tieren wurde festgestellt, dass Rhodiola Rosea die Gehirnleistung und das Gedächtnis stark verbessert. Die Tiere wurde in Gruppen eingeteilt und hatten verschiedenste Tests darunter Labyrinthe zu absolvieren. Nach Gabe von Rosenwurzsteigerte sich im Durchschnitt aller Studien die kognitive Leistungsfähigkeit signifikant und die Testergebnisse waren signifikant besser.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6288277/

Lernen Gedächtnis

Wechseljahre

Besonders interessant kann Rosenwurz auch für Frauen sein, denn zahlreiche Beschwerden die während den Wechseljahren auftreten können durch Rosenwurz auf natürliche Art und Weise gelindert werden. Das liegt daran, dass die Rosenwurz adaptogene Eigenschaften besitzt und das Hormonsystem sowohl bei Frauen als auch bei Männern regulieren kann. Folgende Symptome können gelindert werden:

  • Stimmungsschwankungen
  • Herzklopfen
  • Blutdruckschwankungen
  • Energielosigkeit
  • Schlafstörungen
  • Depressionen 

Depression & Angst

Auch auf psychischer Ebene wirkt Rosenwurz besonders stark. Denn die Pflanze beeinflusst wichtige Neurotransmitter, darunter Seratonin. Das Glückshormon Seratonin wie es im Volksmund gerne genannt wird ist für unser Wohlbefinden und Glücksgefühl verantwortlich. Menschen mit niedrigen Seratonin Werten sind anfälliger für Depressionen und haben leichter Angst. Rhodiola Rosea konnte bereits in mehreren Studien nachweislich bei ängstlichen und depressiven Verstimmungen helfen.

In dieser Studie wurden 80 Testpersonen mit mittleren Angstzuständen in zwei Gruppen eingeteilt und über 14 getestet. Gruppe 1 erhält ein Placebo und Gruppe zwei bekam täglich 2x 200mg Rosenwurz Extrakt verabreicht. Die Personen wurden vier mal mittels Fragebogen um Feedback gebeten um anschließend die Ergebnisse zu vergleichen. Obwohl der Zeitraum ausgesprochen kurz waren die Ergebnisse eindeutig. Die Rosenwurz Gruppe hatte signifikante Verbesserungen im Bezug auf:

  • Angst
  • Stress
  • Wut
  • Verwirrung
  • Depressione

Zudem verbesserte sich die allgemeine Stimmung der Teilnehmer und sie fühlten sich emotional wohler.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26502953

In dieser Meta Analyse von zwei randomisierten Kontrollstudien mit ingesamt 146 Teilnehmer und sieben weiteren Studien mit 714 Teilnehmer welche alle an Depressionen litten wurde die Wirkung von Rosenwurz getestet. Das zusammenfassende Ergebnis war, dass Rosenwurz bei vielen Teilnehmern zur Verbesserung der depressiven Verstimmungen beigetragen hat. Forscher vermuten, dass es damit zusammen hängt, das Rosenwurz verschiedenste Auswirkungen auf Neurotransmitter hat die wiederum an einer Depression beteiligt sind.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27013349

Homöopathie

Auch in der Homöopathischen Behandlung findet Rosenwurz oftmals Einsatz gegen eine Vielzahl von Krankheiten. Wobei es zur Wirksamkeit der homöopathischen Behandlungen keine wissenschaftlichen Beweise gibt. 

Steigert Leistungsfähigkeit

Rhodiola Rosea kann nicht nur zur Behandlung von Krankheiten und Stress eingesetzt werden sondern auch zur Steigerung der sportlichen Leistungen. In zahlreichen Untersuchungen wurde bereits festgestellt, dass Rosenwurz sich positiv auf die Ausdauer der Testteilnehmer auswirkt.

In dieser randomisierten Dooeplblind Studie aus dem Jahr 2004 wurden insgesamt 24 Radfahrer untersucht. Sie bekamen 2 Stunden vor dem Radrennen 20mg Rosenwurz oder ein Placebo. Das Ergebnis war überraschend eindeutig, denn die Radfahrer welche Rosenwurz bekamen hatten im Schnitt eine 24 Sekunden längere Leistungsfähigkeit als die Placebo Gruppe. Das ist unglaublich wenn man bedenkt, dass bei Radrennen wenige Millisekunden einen riesigen Unterschied machen können.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15256690

Radrennen

Einnahme, Dosierung & Präparate

In zahlreichen Studien wurden Dosierung rund mehrere hundert mg täglich gewählt. Wir empfehlen die Einnahme von 300-600mg täglich. Anfangs sollte man mit der neidrigen Dosis anfangen und bei Bedarf langsam steigern. Da es sich um ein Extrakt handelt reicht es anfangs aus unter 1000mg täglich zu bleiben eine Wirkung zu erzielen. In manchen fällen kann die Dosis auch kurzfristig erhöht werden.

Da es sich um ein Naturprodukt handelt sind Überdosierungen mit schweren Nebenwirkungen auszuschließen.

Die Einnahme sollte aber auf jeden Fall täglich stattfinden sofern man die volle Wirkung spüren möchte. Denn Naturprodukte wirken im Verlgeich zu Medikamenten meist nicht plötzlich sondern haben eine akkumulierende Wirkung. Das bedeutet, dass die Einnahme langfristig und durchgehend erfolgen sollte und merkbare Ergebnisse zu spüren.

Tee

Rosenwurz wird häufig auch getrocknet und kann als Tee getrunken werden. Jedoch empfehlen wir, sofern die maximale Wirkung das Ziel ist, immer das hochkonzentrierte Pflanzenextrakt über den Tee. Das liegt daran, dass die Wirkstoffe beim kochen teilweise verloren und nciht wie viele glauben heruasgelöst werden. Zudem ist die Dosierung viel ungenauer und auch schwächer.

Tinktur

Rosenwurz gibt es auch in Form eines  Tinktur Extraktes. Grundsätzlich sind Tinkturen besonders wirkungsvoll, da diese sublingual unter die Zunge eingenommen werden können und dort direkt über die Schleimhäute aufgenommen werden können. Das hat natürlich die beste Absorptionsrate und den höchsten Wirkungsgrad. Der einzige Nachteil ist der bittere Geschmack welcher für viele unangenehm sein kann.

Wer darüber jedoch hinweg sieht und die volle Wirkung genießen möchte sollte defintiv zur Rosenwurz Tinktur von Kasimir und Lieselotte greifen. Diese hochdosierte Tinktur wird per Hand gefertigt, biologischer Qualität und selbstverständlich 100% frei von künstlichen Zusatzstoffen. Sehr zu empfehlen.

Rosenwurz Tinktur

Extrakt in Kapseln oder Tabletten

Wir empfehlen die Einnahme eines hochkonzentrierten Pulverextraktes Form von Kapseln oder Tabletten. Dies hat neben der Tinktur die höchste Wirkung und lässt sich auch sehr leicht dosieren. Zudem ist die Einnahme in der Praxis wesentlich angenehmer, da Rosenwurz einen sehr stark gewöhnungsbedürftigen und bitteren Geschmack hat.

Rosenwurz / Rhodiola Rosea Kaufen – Produktempfehlung

Wir empfehlen ganz klar das Produkt von Adaptogenics. Seit Jahren sind wir überzeugt von deren Produkten allen voran auch der Kiefern Pollen Tinktur. Das Rhodiola Rosea Extrakt  entspricht den höchsten Qualitätsstandards, wird in Deutschland gefertigt und weist eine vergleichsweise hohe Dosierung auf. Der Anteil vom Wirkstoff Rosavin liegt bei rund 5% und der der Salidroside bei über 2%. Das ist mit einer Kaspeldosis von rund 300mg Rosenwurz Extrakt vergleichsweise ausgesprochen gut ist. Zudem bekommt man 120 Kapseln pro Dose.

Ansonsten finden sich keine Zusatzstoffe wie Magnesiumsterat oder sonstige Füllstoffe im Produkt was durchaus positiv ist. Zudem ist die Kapselhülle vegan und besteht nicht aus Rindergelatine.

Rhodiolan

Der bekannte Hersteller von Medikamenten Dr. Loges hat seit 2016 auch ein verschreibungspflichtiges pflanzliches Arzneimittel namens Rhodiolan auf dem Markt. Dieses basiert auf dem Rosenwurz Extrakt und ist in Apotheken erhält. Das ist mitunter ein Beweis dafür wie wirksam die Pflanze wirklich ist und das es auch in der westlichen modernen Medizin Anklang findet.

Nebenwirkungen

Da es sich bei Rhodiola Rosea um ein ein pflanzliches Naturprodukt handelt sind Nebenwirkungen weitgehend ausgeschlossen. So lange man sich an die empfohlene Dosierung hält sollte es zu keinen Nebenwirkungen kommen. Bei starker Überdosierung kann es jedoch zu Problemen mit Verdauung und Schmerzen im Magen Darm Trakt kommen. Deshalb sollte man immer mit der empfohlenen Tagesdosis beginnen und diese anschließend langsam steigern.

Aber gleichzeitiger Einnahme mit Medikamenten gilt jedoch Vorsicht. Dies sollte vermieden bzw. auf jeden Fall mit dem behandelten Arzt abgesprochen werden, da es zu Kontraindikationen mit verschreibungspflichtigen Medikamenten kommen kann. Da Rhodiola Rosea blutverdünnend wirkt sollten die Einnahme mit Blutverdünnern vermieden werden. Aber auch die Einnahme von SSRI (Selective Seratonine Reuptake Inhibitors) kann zu Problemen führen.

Erfahrungen – Erfahrungsberichte

Unser Team hatte mit Rosenwurz bisher ausgesprochen gute Erfahrungen gemacht. Es gehört mittlerweile zu unseren favorisierten Pflanzenextrakten vor allem wenn es darum geht Stress und Unruhe zu lindern sowie den Schlaf zu verbessern

Clemens – Bisher habe ich vor dem Schlafen gehen immer Ashwagandha zu Reduzierung von Unruhe und zur allgemeinen Verbesserung des Schlafes genommen. Wenn es tagsüber stressig wird nehme ich gerne Rosenwurz, da es die Stressresistenz stark erhöht und ich mich einfach fitter und vitaler dadurch fühle.

Anna –Während der stressigen Prüfungszeit auf der Universität hilft mir Rosenwurz immer wieder ruhig und gelassen zu bleiben. Meine Konzentration sowie Lernfähigkeit hat sich dadurch wesentlich verbessert. Jedoch empfehle ich die tägliche Einnahme um die meisten Wirkung zu spüren.

Daniele – Während intensiven Trainingszeiten merke ich, dass mein Körper durch die Belastung aus Beruf und Sport mehr Schlaf benötigt und ich schneller müde werden. Durch die Einnahme Rosenwurz konnte ich bisher meine Leistungsfähigkeit in allen Bereichen aufrecht erhalte und meine Ziele weiterhin verfolgen. Für mich eine wertvolle Unterstützung in anspruchsvollen Zeiten.

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Zusammenfassung

Rhodiola Rosea ist ein heimisches Superfood welches auf jeden Fall noch mehr Aufmerksamkeit bekommen sollte. Die zahlreichen positiven Eigenschaften auf unsere Gesundheit sind bemerkenswert. Vor allem im Bezug auf Symptome die mittlerweile immer häufiger vorkommen, darunter:

  • Stress
  • Müdigkeit
  • Erschöpfung
  • Schlafstörungen
  • Antriebslosigkeit

Durch die tägliche Einnahme von Rhodiola Rosea kann man die Leistungsfähigkeit und Stressresistenz auf natürliche Art und Weise erhöhen. Bei korrekter Dosierung sollten auch keine Nebenwirkungen eintreten und auch die langfristige Einnahme gilt als sicher. Idealerweise empfiehlt es sich ein hochdosiertes Pflanzenextrakt in Kapselnform zu sich zu nehmen. Da dieses die höchste Wirkung hat und sich am leichtesten dosieren lässt eignet es sich in der Praxis am besten.

Zusätzlich können natürlich auch Tees oder sonstige Rosenwurz Produkte eingenommen werden. Diese sind jedoch von der Wirkung nicht zu vergleichen mit einem reinem Extrakt.

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Clemens

Clemens

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