Kokain – Wirkung, Dosierung & Nebenwirkungen

Daniele Madonia
15. Juli 2019

Einleitung:

Die Party und Lifestyledroge Kokain wird längst nicht mehr als reine Partydroge angesehen. Kokain erhöht den Spiegel des natürlichen chemischen Botenstoffs Dopamin in den Gehirnkreisläufen, der mit der Steuerung von Bewegung und Belohnung zusammenhängt. Untersuchungen zeigten, dass ein Großteil des Kokains Tagsüber konsumiert wird. Kokain gilt als Leistungsdroge und wird teilweise von Anwälten, Unternehmern sowie der mittleren Gesellschaftsschicht verwendet. Wie wirkt Kokain? Wieviel kostet es und wie läuft die Herstellung ab? Mehr dazu findest du in diesem Artikel. 

Kokain-strukturformel-wikipedia

Was ist Kokain?

Kokain ist ein stark süchtig machendes Stimulans, das aus den Blättern der in Südamerika beheimateten Kokapflanze hergestellt wird. Die Pflanze (Erythroxylon coca) wächst im Hochland der südamerikanischen Anden. Die Blätter gelten als die stärkste Stimulans natürlichen Ursprungs. 

Menschen in Südamerika kauen Kokablätter seit Jahrzehnten. Die Blätter bewirken ein Gefühl von gesteigerter Energie, Wohlbefinden und reduziertem Hungergefühl. Das reine kauen von Kokablättern scheint kaum eine süchtigmachende Wirkung zu erzeugen.

Werden die Blätter allerdings zu Kokain oder Crack weiterverarbeitet um einen schnelleren Wikungseintritt zu erzeugen hebt dies das Risiko der süchtigmachenden Wirkung immens. 

Reines Kokainpulver sieht aus wie feines, weißes Kristallpulver und wird von Groß- und Kleinhändlern zu einem großen Teil mit Maisstärke, Mehl oder Talkumpuder vermengt um gewinne zu steigern. Die Droge wird jedoch oft auch mit anderen Stimulantien, wie Amphetamin, synthetischen Opioiden, Lokalanästhetika und anderen Giftstoffen vermischt. Immer mehr Überdosierung bei Kokainkonsumenten werden auf andere Substanzen in “gestrecktem” Kokain zurückgeführt. 

Kokain Wirkung

Kokain erhöht den Dopaminspiegel in den Gehirnkreisläufen die für Bewegung und Belohnung zuständig sind. Normalerweise wird Dopamin in die Zelle zurückgeführt, die es freigesetzt hat, wodurch das Signal zwischen den Nervenzellen unterbrochen wird. Kokain verhindert jedoch, dass Dopamin recycelt wird, was dazu führt, dass sich große Mengen im Raum zwischen zwei Nervenzellen ansammeln und ihre normale Kommunikation unterbrechen. 

Diese Dopaminflut im Belohnungskreislauf des Gehirns verstärkt das Drogenkonsumverhalten erheblich, da sich der Belohnungskreislauf schließlich an den durch Kokain verursachten Dopaminüberschuss anpasst und weniger empfindlich dafür ist. Infolgedessen nehmen die Menschen stärkere und häufigere Dosen ein, um sich gleich hoch zu fühlen und Erleichterung beim Entzug zu erlangen.

Kurzzeiteffekte:

  • extremes Glück und Energie
  • geistige Wachsamkeit
  • Überempfindlichkeit gegen Sehen, Tönen und Berühren
  • Reizbarkeit
  • Paranoia – extremes und unvernünftiges Misstrauen gegenüber anderen

Die Wirkung von Kokain tritt innerhalb weniger Sekunden bis Minuten ein und verschwindet innerhalb weniger Minuten bis einer Stunde. Wie lange die Effekte anhalten und wie intensiv sie sind, hängt von der Art der Anwendung und der Reinheit ab. Das Injizieren oder Rauchen von Kokain führt zu einem schnelleren und stärkeren, aber kürzer anhaltenden Hoch. In der Regel 5-10 Minuten. Beim schnupfen von Kokain hält die Wirkung 15 bis 30 Minuten an.

 

festival

Kokain Einnahme

Wie bereits erwähnt gibt es drei Arten Kokain einzunehmen, schnupfen, rauchen und initiieren. Jede dieser Anwendungen hat eine leicht unterschiedliche Wirkung, Dauer und einen differenzierten Suchtfaktor. Hier alle 3 aufgelistet:

Nasaler Konsum (Schnupfen)

Das schnupfen von Kokain ist die womöglich gängigste und einfachste Variante die Droge aufzunehmen. In der Regel wird es in einer Dosis von 0,05 bis 0,2 Gramm aufgezogen. Die Dosis hängt jedoch stark vom Anwender ab kleinere wie auch größere Dosen sind möglich. Die lebensbedrohliche Dosis beläuft sich jedoch meistens auf 1g. Die Wirkung tritt nach 2-3 Minuten ein und hält 30-45 Minuten.

Oraler Konsum 

Der orale Konsum wird oft mit dem nasalen Verbunden um eine schnell Wirkende und langanhaltende Wirkung zu erzielen. Das Kokain wird unter das Zahnfleisch gerieben bzw. in den Mundschleimhäuten verteilt. Die Wirkung tritt nach 10-30 Minuten ein und hält 30-45 Minuten.

 

Rauchen

Eine weitere Methode Kokain zu konsumieren ist Crack zu rauchen. Kokain welches zu einem Bergkristall verarbeitet wurde wird erhitzt und dessen Dämpfe werden von Konsumenten in die Lunge eingeatmet. Der Name Crack wird auf das Knistern dieser Kristalle beim erhitzen zurückgeführt. Teilweise wird Crack auch geraucht indem es mit Marihuana und Tabak zu einem Joint gerollt wird. Die Wirkung tritt nach 5-10 Sekunden ein und hält 5-10 Minuten. 

Intravenöser Konsum

Durch auflösen des Kokainpulvers kann dieses auch in die Blutbahn initiiert werden. Das initiieren einer Kombination aus Kokain und Heroin wird als “Speedball” bezeichnet. Die intravenöse Wirkung von Kokain tritt nach 30-45 Sekunden ein und hält 10-20 Minuten.

Kokain Konsum

Kokain kaufen – Preis

Der Preis von Kokain am Schwarzmarkt beträgt ungefähr 80 – 100€ pro Gramm. Abhängig von der Reinheit des Stoffes. Somit ist der Gramm-Preis von Kokain aktuell höher als der von Gold. Der Preis von dem “weißen Gold” rechtfertigt sich durch die langen Transportwege und dem hohen Sicherheitsrisiko bei der Logistik. In Südamerika, Kolumbien etc. beträgt der Preis pro Gramm noch wenige Euro (~4-5 €). Das Kokain wird von Kolumbien aus über Schiffswege nach Westeuropa bzw. Westafrika geliefert. Dort angekommen wird es in ganz Europa und andere Gegenden verteilt. 

Beispiel einer Lieferung aus Peru:

In Peru beträgt der Kilogrampreis von Kokain ungefähr 2500€. Nun wird dieser Kilo an reinem Kokain, von Großhändlern, mit diversen Mitteln zu 50% gestreckt. Somit entstehen 2kg Kokain im Wert von knapp 60.000€. Die Einzelhändler strecken den Stoff weiter und so entstehen 4kg Kokain, mit einer Reinheit von ungefähr 25%, im Wert von 200.000€. 

Kokain-preis-zdf-reportage

Quelle: ZDFinfo

Herstellung

Im ersten Schritt werden die Kokablätter zu Kokainpaste verarbeitet – einem weiß-grauen Pulver. Diese Zwischenform enthält 40 bis 80 Prozent Kokainsulfat. Diese Form von Kokain wird auch als Pasta oder Bazooka bezeichnet.

Nun wird die Kokainpaste weiter raffiniert, um Kokainhydrochlorid-Kristalle zu produzieren, die als Hauptbestandteil von Kokainpulver und Crack gelten. 

Jährlich werden geschätzt 1350 Tonnen Kokain hergestellt. Hierzu wird in einer Nacht- und Nebelaktion irgendwo im Amazonas ein Kokain Produktionslager aufgebaut, 2 Wochen für die Produktion genutzt und danach wieder abgerissen. Somit ist es für die Südamerikanische Drogenpolizei beinahe unmöglich für die Lager ausfindig zu machen und gegen die Produktion vorzugehen. Die Produktion von Kokain findet in 3 Ländern statt. Kolumbien, Peru und Bolivien. 

  • 700T Kolumbien
  • 400T Peru
  • 250T Bolivien

Wie bereits erwähnt wird Kokain von Klein- und Großhändlern, sowie Straßendealern teilweise sehr stark gestreckt. Der Kokaingehalt beträgt in Europa meist nur mehr 20-30%. Gestreckt wird mit: psychoaktiven, giftigen, anästhetischen Inhaltsstoffen, anderen Füllstoffen und Medikamenten.

Psychoaktive Inhaltsstoffe
Günstigere Substanzen wie weisses Koffeinpulver wird häufig für die Vermengung verwendet. Jedoch auch Amphetamine, Crystal Meth, Ergotamin und Methylphenidat.

Opioide Inhaltsstoffe

Teilweise giftige Betäubungsmittel wie Fentanyl oder Carfentanil werden oft in Strassenkokain gefunden und können sehr leicht überdosiert werden.

Anästhetische Inhaltsstoffe
Reines Kokain hat eine leichte betäubende Wirkung auf Nase, Rachen und Zahnfleisch. Daher werden oft legale Lokalanästhetika wie Procain (Novocain), Lidocain, Tetracain und Benzocain in Kokain gemischt. Somit erneut das Kokain einen “reinen”, hochwertigen Eindruck bei dem Kunden. 

Füllstoffe
Weniger bedenklich und auch häufig verwendet sind Talk, Mehl, Maisstärke oder Staubzucker, Backpulver, Maisstärke, Vitamin C-Pulver, Glukose, Talkumpuder und Babymilchpulver.

Eine Studie über die Reinheit von Drogen, die über illegale Online-Quellen gekauft wurden, ergab, dass fast 40 Prozent des Kokains Levamisol enthielten, ein Medikament, das zur Abtötung von Parasiten verwendet wird. Weiters Kokain auch mit Strychnin, einem giftigen Bestandteil von Rattengift, gestreckt. Zu den Symptomen einer Strychninvergiftung zählen Angstzustände, Unruhe, Muskelschmerzen, Krämpfe, Starrheit der Arme und Beine und Schreckhaftigkeit. 

In einer weiteren Studie von beschlagnahmten Drogen wurde Lidocain in mehr als 66 Prozent der Kokainproben gefunden. Dieses legale Medikament kann in Kombination mit Kokain zu Angstzuständen und Paranoia führen.

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Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen von Kokain werden durch die vermengten Medikamente und anderen Inhaltsstoffe sehr stark erweitert. Des weiteren kann es zu Kreuzabhängigkeiten kommen. Was bedeutet, dass ein anderes süchtigmachender Inhaltsstoff in gestrecktem Kokain Auslöser sein bzw. an der Sucht mitwirken kann. Hier die verschiedenen Nebenwirkungen von Kokain.
 

Allgemeine Nebenwirkungen

  • verengte Blutgefäße
  • erweiterte Pupillen
  • Übelkeit
  • erhöhte Körpertemperatur und Blutdruck
  • schneller oder unregelmäßiger Herzschlag
  • Zittern und Muskelzucken
  • Unruhe
  • Mangelernährung, da Kokain den Appetit senkt
  • Bewegungsstörungen
  • Reizbarkeit und Unruhe durch Kokainanfälle
  • Paranoia (Verlust zur Realität)
  • Gehörhalluzinationen

Abhängig von der Verwendungsart gibt es weitere Nebenwirkungen:

  • Nasaler Konsum: Geruchsverlust, Nasenbluten, häufig laufende Nase und Probleme beim Schlucken
  • Rauchen: Husten, Asthma, Atemnot und ein höheres Risiko für Infektionen wie Lungenentzündung
  • Oraler Konsum: Darmverfall durch verminderte Durchblutung
  • Nadelinjektion: Erhöhtes Risiko für die Ansteckung mit HIV, Hepatitis C und anderen durch Blut übertragenen Krankheiten, Haut- oder Weichteilinfektionen sowie Narben oder kollabierten Venen

Sucht

Der wiederholte Konsum von Kokain kann zu Veränderungen im Belohnungskreislauf des Gehirns führen. Durch das Anpassen des Belohnungskreislaufes an zusätzliches Dopamin wird der Körper immer unempfindlicher gegenüber dem Hormon. Infolgedessen werden stärkere, häufigere Dosen verwendet um dieselbe Wirkung zu erzielen.

Entzugserscheinungen von Kokain:

  • Depression
  • Müdigkeit
  • gesteigerter Appetit
  • unangenehme Träume und Schlaflosigkeit
  • langsames denken

Überdosis

Um immer auf dem selben Level an Glückshormonen etc. zu bleiben nehmen Konsumenten in immer kürzeren Abständen immer mehr Kokain ein. Vor allem beim Mischkonsum mit Alkohol ist das Risiko einer Überdosierung durch euphorische Einnahmenmengen erhöht. Die häufigsten Folgen einer Überdosierung sind unregelmäßiger Herzschlag, Herzinfarkt, Krampf- und Schlaganfälle. Weitere Symptome können schweres Atmen, hoher Blutdruck und Körpertemperatur, Angstzustände und Halluzinationen sein. 

Weitere Verwendungzwecke

Die ersten Coca-Cola Flaschen  enthielten 9 Milligramm Kokain pro Glas. Im Jahr 1903 wurde diese Zutat jedoch entfernt.

Karl Koller, ein österreichischer Augenarzt, verwendete 1884 erstmals Kokain als Anästhetikum während einer Augenoperation. Als die Ärzteschaft jedoch die süchtigmachende Wirkung von Kokain erkannte, wurden sicherere Anästhetika entwickelt. 

Produktempfehlung Ginkgo Biloba 6000

Biloba 6000 verstärkt den Fokus, optimiert die Gehirnfunktion und erhöht die Scharfsinnigkeit. Am besten nimmt man 1 Kapseln 30 Minuten vor verstärkter Hirnaktivität ein. 

Ginkgo Biloba 6000 enthält 120 mg hochkonzentrierten 50:1 Extrakt, was der Menge von 6000 mg reinem Ginkgo Blattpulver entspricht.

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Fazit

Aufgrund der zahlreichen Nebenwirkungen und der anderen Giftig zugesetzten Substanzen von Straßen-Kokain  gilt von der Droge ganz klar abzuraten. Teilweise haben die zugesetzten Stoffe eine stärker süchtigmachendere Wirkung als Kokain können bei Überdosierung schlimmstenfalls zum Tode führen. 

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Daniele Madonia

Daniele Madonia

Hey, mein Name ist Daniele Madonia und seit über fünf Jahren beschäftige ich mich weitreichend mit Fitness, Gesundheit, pflanzlicher Ernährung und Biohacking. Des weiteren bin Gründer von YouOptimized und wirke, durch meine Erfahrung, zu einem großen Teil, bei der Produktentwicklung mit. Ich hoffe, dass auch du mit YouOptimized das maximum aus deiner Fitness sowie deinem gesundheitlichen Potential schöpfst! Sportliche Grüße, Daniele
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