Zopiclon: Wirkung, Dosierung, Nebenwirkungen und Erfahrungen

Anna Hetz
30. September 2019

Einleitung

Der Wirkstoff Zopiclon wird als Schlafmittel zur Behandlung von Schlafstörungen eingesetzt. Eine Einnahme über einen längeren Zeitraum ist nicht empfehlenswert, da es zu einer Abhängigkeit führen kann. Durch die Einnahme können einige Nebenwirkungen auftreten. Welche das sind und was ihr sonst noch über Zopiclon wissen solltet erfahrt ihr hier.

Wirkung

Das menschliche Nervensystem verfügt über verschiedene Botenstoffe, sogenannte Neurotransmitter, die aktivierend oder hemmend wirken können. In der Regel kommen Botenstoffe in einem ausgewogenen Gleichgewicht im Körper vor und ermöglichen den Wechsel zwischen Wach- und Schlafzuständen. Der Botenstoffe GABA (Gammaaminobuttersäure) wirkt hemmend auf das Nervensystem, sobald er an Rezeptoren bindet. Zopiclon verstärkt die Wirkung dieses Botenstoffes und es kommt zu einem beruhigenden Zustand. Somit schläft man besser ein und vor allem auch durch.

Wirkungseintritt

Zopiclon-Schlaftabletten werden kurz vor dem Schlafen mit Wasser eingenommen, da die Wirkung sich schon nach etwa 10 bis 30 Minuten nach der Einnahme entfaltet. Es erreicht nach rund ca. Stunde die maximale Plasmakonzentration, d. h. die höchste Konzentration im Blut.

Dosierung

Zopiclon nimmt man in Form von Tabletten ein. Die Dosierung beträgt für Erwachsene ca. 7,5 Milligramm täglich. Ältere Menschen und Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen müssen weniger einnehmen. 

Wichtig zu beachten: Bei längerer Einnahme und bei hohen Dosen kann es schnell zu einer Zopiclon-Abhängigkeit kommen! Der Wirkstoff sollte deswegen maximal vier Wochen eingenommen werden. Aber auf keinen Fall von heute auf morgen absetzen, sondern langsam ausschleichen, sondt kann es zu Entzugssymptome kommen. Am besten die Dosis ca. eine Woche täglich reduzieren, bis man Zopiclon absetzen kann. 

Aufgrund der hohen Suchtgefahr von Zopiclon sollten Menschen mit einer Abhängigkeit von Alkohol oder Drogen diesen Wirkstoff nicht einnehmen. Bei ihnen ist das Risiko einer Abhängigkeit sehr hoch. 

Zopiclon sollte daher nicht bei leichteren Ein- oder Durchschlafstörungen eingenommen werden, sondern wirklich nur für die Behandlung von schwerwiegenden Schlafstörungen eingesetzt werden.

Überdosierung

Wie bei den anderen “nicht-Benzodiazepinen” ist eine Überdosis von Zopiclon nicht lebensbedrohlich. Aber bei einer Überdosierung mit dem Wirkstoff Zopiclon sind Benommenheit, Schläfrigkeit und Muskelschwäche bis hin zu Bewusstlosigkeit und Atemproblemen mögliche Nebenwirkungen. Wird der Wirkstoff mit anderen starken Medikamenten oder Alkohol kombiniert, kann es zu einer lebensbedrohlichen Verstärkung der Wirkung führen.

Nebenwirkung

Circa zehn Prozent der Menschen, die Zopiclon einnehmen, verspüren nach der Einnahme des Schlafmittels einem bitteren Geschmack im Mund. Auch ein trockener Mund und Schwierigkeiten mit der Koordination können auftreten. Gelegentlich kommt es auch zu Kopfschmerzen, Schwindel, Angstzustände und Übelkeit.

Bei plötzlichem Absetzen, d.h. ohne langsames Ausschleichen von Zopiclon kann es zu Entzugssymptomen wie Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Angstzuständen, Zittern, Albträumen und Reizbarkeit kommen.

Nebenwirkungen im Überblick

  • Geschmacksstörung
  • Mundtrockenheit
  • Suchtgefahr bei zu langer Einnahme
  • Müdigkeit, Leistungsabfall
  • Kopfschmerzen
  • Sehstörungen
  • Unruhen, gesteigerte Aggressivität
  • Halluzinationen

Kontraindikatoren

  • bestehende oder bereits erfolgte Abhängigkeiten
  • Leberinsuffizienz
  • Störungen der Atmung, Schlafapnoe
  • Myasthenia gravis (krankhafte Muskelschwäche)

Wechselwirkungen

Die Wirkung von Zopiclon wird verstärkt, wenn zusätzlich andere Medikamenten wie Schmerzmitteln, Antidepressiva, Antiepileptika und bestimmte Allergiemittel eingenommen werden.

Arzneistoffe, die den Abbau von Zopiclon hemmen, verstärken die Wirkung. Dazu gehören: Erythromycin und Clarithromycin (Antibiotika), Cimetidin (bei Sodbrennen und Magen-Darm-Geschwüren), Ketoconazol und Itraconazol (bei Pilzinfektionen) sowie Ritonavir (bei HIV).

Es gibt aber auch Medikamente bzw. Stoffe die die Wirkung von Zopiclon verringern: Dazu gehören: Rifampicin (Antibiotikum), Carbamazepin, Phenytoin und Phenobarbital (bei Epilepsie und Krampfanfällen) sowie Johanniskraut (pflanzliches Antidepressivum).

Wer also einen von den genannten Mittel einnimmt sollte auf jeden Fall Rücksprache mit einem Arzt halten.

Verkehrstüchtigkeit und Bedienen von Maschinen

Zopiclon-Schlaftabletten werden abends eingenommen, daher wirken sie auch überwiegend in der Nacht. Wer aber nur einen sehr kurzen Schlaf hatte sollte daher nicht am Straßenverkehr teilnehmen und auch keine großen Maschinen, bei denen Verletzungsgefahr herrscht, bedienen. Auch sollte während der Einnahme von Zopiclon kein Alkohol konsumiert werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Die Erfahrungberichte bei einer kurzfristigen Einnahme von Zopiclon während der Schwangerschaft ist hoch. Ärzte vermuten keine Spätfolgen für das Kind. Allerdings kann es in den ersten Tagen nach der Geburt (bei Anwendung des Schlafmittels im letzten Drittel der Schwangerschaft) zu Anpassungsstörungen des Babys kommen.

Als alternatives Schlafmittel sollte man daher besser auf Diphenhydramin zurückgreifen oder pflanzliche bzw. natürliche Schlafmittel zu nutzen.

Altersbeschränkungen

Kinder und Jugendliche, die an Ein-und Durchschlafstörungen leiden, dürfen kein Zopiclon einnehmen.

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Erfahrungen

Das Medikament hilft sehr gut beim Einschlafen. Aber es macht auch abhängig wodurch man immer mehr benötigt. Be i vielen hat sich zu Beginn der Einnahme der Schlaf verbessert jedoch kommt es eben auch schnell zu einer Abhängigkeit. Wenn man den Wirkstoff zu schnell absetzt, hat man wieder Probleme beim Schlafen oder die genannten Nebenwirkungen treten auf. Somit ist die Einnahme aus den Erfahrungen mit Vorsicht zu genießen und natürlich abzuwägen. Wesentlich besser für den Körper sind natürliche Schlafmittel.

Zusammenfassung

Der Wirkstoff Zopiclon beschleunigt den Einschlafprozess und hilft beim Durchschlafen. In geringer Dosis wirkt das Arzneimittel schlafanstoßend, in hoher Dosierung schlaferzwingend. Die Wirkung entfaltet sich nach etwa 10 bis 30 Minuten nach der Einnahme. Daher sollte die vom Arzt empfohlene Dosis, die meist eine Tablette beträgt, mit genügend Wasser direkt vor dem Schlafengehen eingenommen werden. Für ältere Menschen empfiehlt es sich, Zopiclon direkt im Bett einzunehmen, weil nach der Einnahme Gehschwierigkeiten auftreten können. Wie viele andere chemische Arzneimittel, kann Zopiclon auch viele unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen.

 

Quellen

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Anna Hetz

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