REM Schlaf Phase: Was ist REM Schlaf? Alles was du wissen musst!

Anna Hetz
13. Juli 2019

Einleitung

Ungefähr alle 90 Minuten verfallen wir in einen bestimmten Schlafzustand, in die sogenannten REM-Phase. Das Herz schlägt dann schneller, die Atemfrequenz und der Blutdruck steigen und die Augen bewegen sich schnell bei geschlossenen Lidern hin und her. Welche Bedeutung diese Phase hat und was genau währenddessen in unserem Körper passiert, erklären wir euch hier.

Was passiert im Schlaf?

Auch wenn der Schlaf durch eine eher geringe körperliche Aktivität gekennzeichnet ist, ist er dennoch eine aktive Abfolge von verschieden Zuständen. Schlaf setzt sich aus dem Non-REM-Schlaf (non rapid eye movement-Schlaf), eine Schlafphase ohne schnelle Augenbewegungen und dem REM-Schlaf (rapid eye movement-Schlaf), Schlafphase mit schneller Augenbewegung. Träume finden hauptsächlich im REM-Schlaf statt. Wie genau die Schlafphasen aufgeteilt sind, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest.
 

Die Schlafphasen

Wir schlafen circa 1/3 unseres Lebens. Den Schlaf kann man in verschiedene Phasen aufteilen: Wachzustand, Einschlafphase, Leichtschlaf, Tiefschlaf und die REM-Phase. Während eines 8-stündigen Schlafes durchläuft man ungefähr 4-7 Schlafzyklen. Etwa alle 90 Minuten beginnt ein neuer Schlafzyklus. Die meiste Zeit befinden wir uns im Leichtschlaf, der uns den Übergang zu den erholsamen Schlafphasen ermöglicht.

Einschlafphase

In der Einschlafphase geht um die ersten Minuten während des Einschlafens. Die Einschlafphase ist dadurch gekennzeichnet, dass der Körper sich immer mehr entspannt und zur Ruhe kommt. Der Pulsschlag verlangsamt sich, die Atmung wird tiefer und Atemzüge werden weniger. In der Einschlafphase ist der Schlaf noch oberflächlich. Schon kleine Störungen reichen, damit man wieder aufwacht.

Leichtschlafphase

Circa die Hälfte des Schlafes befindet man sich in der Leichtschalfphase. In dieser Phase ist die Hirnaktivität auf niedrige Frequenzen beschränkt. Das Bewusstsein ist abgeschaltet, man ist sehr entspannt und bewegt kaum die Augen. Früher dachten Schlafforschung, dass nur der Tiefschlaf und der REM-Schlaf für die Gedächtnisbildung wichtig sind. Mittlerweile hat man herausfinden können, dass auch der Leichtschlaf wichtig für das Lernen und das Verarbeiten von Informationen ist.

Tiefschlafphase

In der Tiefschlafphase ist die Erholung am größten, denn man schläft tief und fest. Sie wird auch als Non-REM-Phase bezeichnet. Hier findet kaum eine Augenbewegung statt. Der Körper fährt runter, der Blutdruck sinkt, die Atemfrequenz und der Herzschlag verlangsamen sich. Wenn sich jemand in der Tiefschlafphase befindet, ist es schwer diesen zu wecken. Falls das doch passiert, dauert es einen ganzen Moment bis man zu sich kommt.

Die Tiefschlafphase ist daher die Phase der tiefsten körperlichen Entspannung. Untersuchungen belegen, dass die Tiefschlafphase für den Körper und den Geist/Gehirn die wichtigste Phase ist.

schlafstadien

REM Schlaf Phase

Der REM-Schlafe wurde vor etwa 50 Jahren entdeckt. Das Forschungsteam mit dem damals bekannten Schlafforscher Nathaniel Kleitmann machte die Entdeckung der REM-Phasen 1953 in einem von ihm eingerichteten Schlaflabor in Chicago. 

REM-Phasen (englisch für Rapid Eye Movement) ist eine schnelle Augenbewegungen unter den Lidern. Zu Beginn der Nacht ist man mehr im Tiefschlaf und weniger in den REM-Phasen. Die REM-Phasen nehmen allerdings im Laufe des Schlafes zu. Das bedeutet der Schlaf wird von Anfang bis hin zum Ende leichter. 

Während des REM-Schlafs hat man die meisten und intensivsten Träume, man nennt sie deshalb auch Traumphase. Die Augenbewegungen sind dann besonders stark, Herzschlag, Blutdruck und Atmung werden schneller und unregelmäßiger. In der REM-Phase zeigt das Elektroenzephalogramm eine verstärkte Aktivität an, der Muskeltonus wird allerdings herabgesetzt. Dieser Vorgang wird von unserem Gehirn aktiv gesteuert, denn ohne den herabgesetzten Muskeltonus würde der Schläfer alle geträumten Bewegungen auch tatsächlich ausführen. 

Der Körper leite also eine Art Körperlähmung ein, damit man die geträumte Ereignisse nicht auszuführen. Dies wird auch Schlafparalyse genannt. Die Augenmuskulatur und auch die Atmung sind nicht von dieser Art Lähmung betroffen, da sie durch spezielle Nervenfasern gesteuert werden. Das ist auch der Grund, warum sich während des REM-Schlafes die Augen unter dem Lid schnell bewegen und die Atmung unregelmäßig ist.

Wer aus dem REM-Schlaf geweckt wird, kann sich meist an seine Träume erinnern. Schlafforscher nehmen an, dass in der REM-Phase emotionale Sinneseindrücke und Informationen verarbeitet werden.

In einem durchschnittlichen Schlaf von 8 Stunden durchlebt man ca. 3-6 REM-Phasen, das macht ungefähr 20 % der Gesamtenschlafzeit aus.

schlaf

Ohne den REM-Schlaf können folgende Symptome auftreten: Hunger-Attacken, Aggresivität, Konzentrationsstörungen und Gedächtnisprobleme. Deswegen bringen Schlafstörungen auch viele Probleme mit sich. Auch die Einnahme von Schlafmitteln stört die Hirnstromaktivitäten, sodass die REM-Phase nicht mehr richtig ablaufen kann. 

Knapp ein Drittel unseres Lebens schlafen wir. Und das Schlaf wichtig ist, merkt jeder, der einmal schlecht geschlafen hat oder sogar nur sehr kurz. Denn am Tag darauf fühlt man sich müde und k.o. Der Hauptgrund warum wir schlafen wollen ist das Gehirn, welches tagsüber so viel leisten muss, alles was wir tun verarbeitet – und das macht müde. Nach ungefähr 15-17 Stunden ist die Kapazität des Gehirns am Limit und es braucht Ruhe, damit die Nervenzellen wieder Energie tanken können. Auch die Gedächtnisprozesse laufen überwiegend im Schlaf ab, denn die aufgenommenen Eindrücke, Erlebnisse und Informationen am Tag werden zunächst im Hippocampus zwischengelagert. 

Erst wenn nachts nichts mehr auf uns „einprasselt“, werden die Informationen reaktiviert. Diese Reaktivierung stimuliert den Transfer der Informationen in den Neokortex, einen Teil der Großhirnrinde, und dot wird sie sortiert und an bereits bestehende Inhalte im Langzeitgedächtnis geknüpft. Diese Übertragung geschieht erst im Schlaf, da das Gehirn andernfalls nicht unterscheiden könnte zwischen den Informationen, die neu aufgenommen werden, und denen, die gerade vom Hippocampus in den Neokortex übertragen werden.

Ein Erwachsener schläft im Durchschnitt ca. sieben bis acht Stunden. Der „Kernschlaf“, den der Körper benötigt, liegt bei etwa sechs Stunden. Die wenigsten Menschen kommen auf Dauer mit zu wenig Schlaf aus. Deshalb ist es wichtig immer genügend zu schlafen, in einen Tiefschlaf zu kommen und genügend REM-Phase in jeder Nacht zu haben.

Warum brauchen wir Schlaf?

Der Schlaf ist für sämtliche Funktionen im Körper lebensnotwendig. Leidet man unter Schlafmangel, kommt es zu einer Vielzahl von Problemen, wie die z.B. die Störung kognitiver Funktionen und die Schädigung von Zellen im Körper.
Schlaf bringt geistige und körperliche Erholung. Die Organe und das Immunsystem können sich regenerieren und auch die Wundheilung findet sehr stark während des Schlafens statt. Der Körper kann sogar in der Nacht entgiften, denn Stoffwechsel-Endprodukte, die der Körper nicht benötigt, werden vor allem nachts ausgeschieden. 
Auch dient der Schlaf der Gedächtnisbildung, denn gelerntes Wissen und auch zuvor angeeignete motorische Fähigkeiten werden während des Schlafens manifestiert. Allgemein fühlt man sich tagsüber fitter und kann mehr leisten, wenn wenn man gut und genügend geschlafen hat.
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Zusammenfassung

Es ist wichtig gut zu schlafen und auch die verschieden Schalfzyklen in der Nacht zu durchleben. Die REM-Phase ist eine der wichtigsten, da wir hier besonders viel verarbeiten. Es gibt viele Dinge, die man tun kann, um den Schlaf zu verbessern. Siehe unseren Artikel: Tiefschlaf verbessern – Tipps und Anleitung

Du kannst auch bestimmte Nahrungsergänzungsmittel wie Magnesium, Vitamin D und Vitamin B zu dir nehmen, um den Tiefschlaf zu verbessern. Auch Schlaftees eignen sich besonders gut. Eine Liste von den verschiedenen Einschlaftees findest du in unserem Artikel: Tee zum Einschlafen – Top 7

Versuche am besten deine Schlafzimmerumgebung zu verbessern, d.h. versuche Licht und störende Geräusche auszuschalten und halte dein Schlafzimmer angenehm kühl. Dadurch wirst du viel besser Einschlafen, Durchschlafen, und auch feste schlafen.

Besonderes wichtig ist, dass du vor dem Schlafen gehen Stress meidest. Mach es dir vorher bequem, entspanne dich und genieße am Abend einfach mal die Ruhe.

Quellen

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Anna Hetz

Anna Hetz

Hey, mein Name ist Anna und als zertifizierte Fitness Trainerin habe ich in den letzten Jahren dutzenden Menschen mit der richtigen Ernährung und Training zu einem besseren Körper verholfen. Aktuell teile ich mein Wissen auf You Optimized und bei Fragen könnt ihr euch jederzeit gerne melden.
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