Chaga Pilz: Wirkung, Dosierung & Nebenwirkungen

Anna Hetz
15. Mai 2019

Einleitungen

Der Chaga-Pilz stammt aus Nordeuropa und gilt als Heilpilz. Man kann aus ihm Tee gewinnen, um Magen-Darm-Beschwerden zu lindern und das Immunsystem zu stärken. Er wird auch noch zur Behandlung zahlreicher Krankheiten eingesetzt. Welche das sind erfahrt ihr hier.

Vorkommen

Der Schiefer Schillerporling oder auch Chaga Pilz genannt ist eine Pilzart aus der Familie der Borstenscheibenverwandten. Er hat schwarze Knolle, die bis zu 40cm breit werden und viele Jahre an Birkenstämmenwachsen ohne Sporen zu bilden. Außerdem hat er eine harte, rissige Oberfläche und ist innen zimtbraun.

Der Schiefe Schillerporling ist in Russland, Skandinavien Mittel- und Osteuropa, Nordeuropa, Japan, Korea und Zentralasien zu finden. Die untersuchten Chaga-Pilze stammen aus Birkenwäldern, die sich von Finnland, Sibirien bis nach Kanada und die Mongolei erstrecken. Der Pilz muss mindestens fünf Jahre am Baumstamm wachsen, bevor er ganz vorsichtig von Hand geerntet wird.

Der Chaga-Pilz bzw. Schiefer Schillerporling wächst auch in mitteleuropäischen Klima. Aber bei diesen Sorten hat man keine Heilwirkung festgestellt. Deshalb ist nur der Chaga-Pilz aus dem Norden interessant.

Inhaltsstoffe

Der Schiefe Schillerporling besitzt über 200 aktive biologische Substanzen. Um die wichtigsten zu nennen:

  • sekundären Pflanzenstoffen, zu denen natürlichen Aroma- und Farbstoffe wie Flavonoide sowie zahlreiche bioaktive Polyphenole gehören.
  • Betulinsäure (zur Behandlung von Wunden), die er aus der Birken gewinnt.
  • Polysaccharide (verschiedene Zuckerverbindungen)
  • Germanium
  • Betulinsäure
  • Eisen
  • Chrom
  • Flavonoide
  • Triterpene
  • Melanin
chaga pilz

Wirkung

In den Ländern, in denen der Chaga Pilz an den Birken wächst, nutzt man ihn seit Jahrhunderten. 
Der Chagapilz reinigt den Körper. Durch eine Chaga-Kur werden Gifte ausgeschieden und der Organismus wird gestärkt. Entzündungen werden geheilt und schädliche Keime neutralisiert. Deswegen hat der Chaga auch eine verjüngende Wirkung und die Haut wird dadurch glatter und feinporiger. Er hilft bei Leber- und Herzproblemen, Diabetes, Tuberkulose, bei Parasitenbefall und hilft gegen chronische Entzündungen.

Gegen Krebs

Überlieferungen zufolge wurde Krebs schon im 12. Jahrhundert mit dem Chaga-Pilz behandelt. Die positive Wirkungen zeigen sich in der Krebsbehandlung auch heute. Das Tumorwachstum wirkt durch den Heilpilz verlangsamt oder sogar gestoppt und die Nebenwirkungen der Chemotherapie werden gelindert und gleichzeitig wird das Immunsystem wieder aufgebaut. D.h. die Lebensqualität während der Krebsbehandlung verbessert sich. Die im Chaga Pilz enthaltene Betulinsäure und weitere Stoffe wie Triterpene und Polysaccharide können Krebszellen abtöten.

Als Antioxidant

Als Antioxidantien werden natürlich vorkommende chemische Substanzen bezeichnet, die helfen freie Radikale abzufangen und zu neutralisieren. Antioxidantien übernehmen viele wichtigen Funktionen in unserem Körper und dienen vor allem dem Zellschutz.

Sie schützen vor oxidativem Stress und daraus entstehenden Krankheiten wie Krebs, Demenz und Rheuma. Deshalb ist wichtig, dass genügend Antioxidantien aufzunehmen.

Die antioxidative Kapazität misst man mit der ORAC-Skala. Der Chaga Pilz hat mit 3.665.700 ORAC eine hohe Einstufung.  Zum Vergleich: Heidelbeeren haben 2.450 ORAC, Gojibeeren 40.000, Acaibeeren 80.000, eine Karotten 200 ORAC. Je höher der ORAC-Wert, desto besser.

Für die Zwirbeldrüse

Das schwarze, borkige Äußeres des Pilzes kommt daher, weil die Borke des Chagapilzes reich an Melanin ist. Melanin färbt Haut und Haare und dient der Zirbeldrüse, die daraus (und dem Serotonin) Melatonin bildet, das sogenannte Tiefschlafhormon.

leistung

Für die Schleimhäute

Durch seinen hohen Gehalt an Beta-Glucanen hilft der Chaga Pilz besonders den Schleimhäuten im Körper. Vor allem der Darmschleimhaut sowohl im Dünndarm als auch im Dickdarm. Augen, Mund und Nase oder auch der Genitalbereich besitzen Schleimhäute. Die Schleimhäute lassen die Nährstoffe von außen nach innen und gleichzeitig soll das nicht durch, was uns Schaden zufügt, wie z B. Keime. Die Schleimhäute bilden Antikörper, die sekretorischen Immunglobuline A (sIgA). Die Bildung dieses sIgA profitiert ganz besonders von Beta-Glucanen.

Für das Immunsystem

Der Chaga Pilz stärkt das Immunsystem, denn er enthält viele sekundäre Pflanzenstoffe, die dem Immunsystem helfen Bakterien und Viren abzuwehren. Der Heilpilz enthält Triterpene, Polysaccharide, Polyphenole, Betulinsäure und Germanium, diese in der Kombination bilden einen Schutz für viele degenerative Krankheiten und vorzeitige Alterung.

Chaga stimuliert das Immunsystem nur wenn es notwendig ist und er kann ein überaktives Immunsystem beruhigen. Das heißt, dass das Immunsystem durch den Chaga Pilz in das vorhergesehene Gleichgewicht gebracht wird.

Bei Nebennierenschwäche

Der Chaga Pilz stäkrt die Nebenniere bzw. ihre Funktionen, denn der Pilz ein Adaptogen. Adaptogene sind natürliche Stoffe die den Körper unterstützen und das ohne Nebenwirkungen. Der Heilpilz hilft die Symptome von Nebennierenschwäche, wie Müdigkeit, schlechtem Schlaf und körperliche Schwäche zu beheben.

Auch fand man bei Untersuchungen heraus, dass der Heilpilz die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit erhöht und sogar Schmerzen konnten gelindert werden. Chaga wirkt nämlich stimmungsaufhellend, man ist wacher und hat mehr Energie und das ohne die Nebennieren durch Koffein zu schwächen.

Chaga Tee Zubereitung

Aus geschnittenem Chaga Pilzstücken kann man einen Tee kochen:

  1. Man nimmt ca. acht bis zwölf Gramm der getrockneten Stücke in einen Topf und und kocht sie mit 500ml Wasser auf.
  2. Danach die Temperatur runter drehen und weitere zehn Minuten auf dem Herd köcheln lassen, bis sich das Wasser dunkel färbt.
  3. Dann alles durch ein Sieb und der Tee ist trinkfertig.

Die Pilzstücke können mehrmals verwendet werden. Dazu muss man sie nach dem Kochen in ein Glas mit Wasser und im Kühlschrank aufheben (einige Tage haltbar). Danach wie oben beschrieben wieder aufkochen, abgießen und trinken.

Chaga Tee

Wirkungsweisen auf einen Blick

Das kann der Chaga-Pilz:
  • Aktiviert das Immunsystem und verbessert die Herz-Kreislauf-Funktion
  • Wirkt antiviral
  • Hemmt Entzündungen und vermindert Gelenk- und Knochenbeschwerden
  • Starkes Antioxidans
  • Regt den Stoffwechsel an
  • Steigert die Leistung des Gedächtnisses
  • Schmälert Krebszellen
  • Senkt Cholesterinwerte
  • Steigert Energie und Ausdauer
  • Hilft bei entzündlichen Magen-Darmerkrankungen
  • Verbessert das Aussehen der Haut, unterstützt bei allergischen Hautreaktionen
  • Reinigt das Blut von Giftstoffen
  • Senkt hohen Blutzucker
  • Unterstützt Herz, Leber, Milz und Lymphe
  • Ist reinigend und desinfizierend
  • Wirkt verjüngend

Einnahme und Dosierung

Chaga kann man kurweise anwenden. Mindestens 3 Monate sollte so eine Kur andauern, denn nach ca. 3 Monaten ist das Blut erst „ausgetauscht“. Chaga-Tee ist ziemlich geschmacksneutral, etwas „pilzig“, aber nur kaum.  

Bei schweren Erkrankungen kann man täglich dreimalig 300ml des Tees etwa 20 min vor den Mahlzeiten einnehmen. Die Kur erfolgt über einen Zeitraum von 3 bis 6 Monaten oder auch länger. Bei leichteren Krankheiten kann der Pilz einige Tage angewendet werden. Zur Vorbeugung genügend 1 Tee pro Tag. Für die Behandlung von Diabetes, Psoriasis, Morbus Crohn, Arteriosklerose und anderen Autoimmunerkrankungen sind 2 Tassen pro Tag sinnvoll.

Für die Behandlung von Krebs ist die Einnahme von mindestens 4 Tassen Chaga Tee von jeweils 250 ml pro Tag angeordnet. ABER: Bei Krebs, Morbus Crohn und anderen schweren Krankheiten, sollte immer ein Arzt zu Rate gezogen werden. 

Ein dünner Teeauszug oder die in Wasser eingeweichte Asche des Pilzes eignet sich gut zum Waschen. Für den Ascheauszug werden getrocknete Pilzstückchen angezündet und so lange gewartet bis sie verbrannt sind. Danach gibt man sie in Wasser und rührt so lange bis sich die Asche aufgelöst hat. 

Beim Chaga Exrakt können täglich 1-2 Kapseln (je 500mg Bio Chaga Extrakt / Kapsel) mit 200ml Flüssigkeit eingenommen werden

Nebenwirkungen

Der Chaga Pilz hat keine negativen Nebenwirkungen. Auch keine unerwünschten Wechselwirkungen mit Medikamenten oder Nahrungsmitteln. Der wilde Chaga in hoher Qualität ist frei von Nebenwirkungen, der am besten als Tee getrunken wird. Chaga Pulver und Extrakte können negative Nebenwirkungen auslösen, wenn sie eine schlechte Qualität haben. Beim Pulver kann es zu Verstopfung kommen, weil der Pilz in dieser Form unverdaulich ist. Pulver in Kapseln sollten unbedingt vermieden werden, denn oft sind solche Produkte mit Schimmel kontaminiert. Am bestehen eignet sich der Extrakt.

Produktempfehlung: BIO CHAGA EXTRAKT

Erfahrung

Die Heilung aller Krankheiten braucht Zeit. Der Chaga Pilz hilft aber den Körper zu stärken und ihn zu reinigen. Durch die Einnhame fühlt man sich fitter und leichter. Durch der Einnahme des Chaga Tees profitiert nicht nur der Magen-Darm, sondern der ganze Organismus. Der Tee entgiftet auch Leber und Galle. Durch die bessere Funktionsweise von Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse kann das Immunsystem schädliche Bakterien und Viren abtöten.

Der Heilpilz verbessert die Stoffwechselprozesse auf unterschiedliche Art und Weise und bringt den Körper wieder in sein natürliches Gleichgewicht. Der Tee ist bekömmlich und schmeckt gut. Man kann ihn leicht zu bereiten. Man kann als Fazit sagen, dass dieser kleine Pilz eine große Heilkraft besitzt und bei vielen leichten, wie schweren Krankheiten eine Hilf sein kann.

Zusammenfassung

Der Chaga Pilz enthält viele Mineral- und Pflanzenstoffe, die er aus der Birke zieht oder selbst bildet. Dadurch kann er, wenn wir ihn verzehren, unseren Körper reinigen. Durch eine Chaga-Kur werden Gifte ausgeschieden und der Organismus wird gestärkt. Entzündungen werden geheilt und schädliche Keime neutralisiert. Deswegen hat der Chaga auch eine verjüngende Wirkung und die Haut wird dadurch glatter und feinporiger. Er hilft bei Leber- und Herzproblemen, Diabetes, Tuberkulose, bei Parasitenbefall und hilft gegen chronische Entzündungen. Selbst zur Krebstherapie ist er geeignet.

 

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Anna Hetz

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