Hericium Pilz/Stachelbart: Wirkung, Dosierung & Nebenwirkungen

Anna Hetz
17. Mai 2019

Einleitung

Der Hericium oder auch bekannt als Igelstachelbart, ist ein optisch ungewöhnlcicher Pilz. Er dient sowohl als Speisepilz, sowie als Heilpilz. Dank seiner vielen Vitalstoffen hilft er gegen verschiedene Krankheiten und verbessert allgemein den Gesundheitszustand.

Was er genau kann und wie man ihn am besten nutzt, erfahrt ihr hier.

Vorkommen

Der Körper des Hericiums ist weisslich und hat eine rundliche Form. Er besteht aus dichten zwei bis drei Zentimeter langen und sher weichen „Stacheln/Fäden“. Er wächst sowohl in Ostasien, als auch in Nordamerika und Nordeuropa. Er bevorzugt die Stämme bzw. Rinde älterer oder bereits abgestorbener Bäume wie z.B. der einer Buche oder einer Eiche.

Inhaltsstoffe

Der Hericium besitzt alle acht essentiellen Aminosäuren. Er hat einen hohen Kaliumgehalt, aber kaum Natrium. Ausserdem enthält er Zink, Eisen, Selen, organisches Germanium, Polysaccharide und Polypeptide.
eiche

Wirkung

Der Hericium schmeckt nicht nur sehr lecker, sondern wirkt sich auch sehr positiv auf den Körper aus. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird er seit Jahrhunderten verwendet, um den Organismus wieder zu normalisieren und ins Gleichgewicht zu bringen.

Die Indianer Nordamerikas verwenden ihn als Pulver als blutstillendes Mittel. Erst Mitte des letzten Jahrhunderts gelang es, den Hericium in Kultur zu züchten. Mittlerweile wird er in mehreren Ländern gezüchtet, um den wachsenden Bedarf zu decken, denn viele Heilwirkungen hat man bereits wissenschaftlich belegen können.

Die Polysaccharide des Hericium stärken das Immunsystem und das Abwehrsystem im Körper. Antikanzerogene und Metastasen hemmende Eigenschaften hat der Heilpilz ebenfalls. Auch das Wachstum von Sarkomen wurde gehemmt.

Der Hericium wird auch gegen Magen-, Speiseröhren- sowie Hautkrebs eingesetzt. Die Metastasenbildung wird unterdrückt.

Bei Magen- und Darmproblemen

Es wurde wissenschaftlich bestätigt, dass das Bakterium Helicobacter pylori, welches für Magengeschwüre verantwortlich gemacht wird, durch Hericium unschädlich gemacht wird. Auch bei Gastritis zeigt der Hericium positive Wirkungen. Die wissenschaftlichen Untersuchungen bestätigen somit die Erkenntnisse der Traditionellen Chinesischen Medizin, welche den Hericium schon immer bei Beschwerden des Verdauungstraktes eingesetzt hat.

Nebst dem Einsatz im Bereich des Verdauungssystems konnten Wissenschaftler noch andere positive Wirkungsfelder belegen. So gilt es als gesichert, dass der Hericium eine stimulierende Wirkung auf die Regeneration von Nervengewebe hat. Somit können die Wirkstoffe des Hericium die Regeneration des Nervengewebes im Gehirn fördern und bei neuronalen Erkrankungen von Nutzen sein. Extrakt aus Hericium wird erfolgreich bei der begleitenden Behandlung von Alzheimer und Parkinson eingesetzt

Senkt Cholesterinwerte

Die Phytosterine des Hericium besitzen lipidsenkende Eigenschaften und können somit für die Behandlung von Cholesterin- und Fettstoffwechselstörungen eingesetzt werden. Es wird der gesamte Cholesterinspiegel, das LDL-Cholesterin und die Triglyceride gesenkt und dadurch wird zusätzlich das Risiko von Arteriosklerose reduziert.

Bei Nervosität, Ängsten 

Der Heilpilz hat eine stimmungsaufhellende Wirkung und wirkt somit Unruhe und Schlafstörungen entgegen. Sogar die Beschwerden wie starke Befindlichkeit während der Wechseljahre können gesenkt werden. Er wirkt sich allgemein bei einem schwachem Nervenkostüm günstig aus, denn er hilft bei innerer Unruhe, nervlich bedingten Blutdruckschwankungen, Depressionen, Ängsten (auch Prüfungsangst) und Schlafstörungen sowie bei psychosomatischen Magenbeschwerden.

gute Laune

Für die Nerven

Der Hericium ist besonders für die Nerven gut, denn er regeneriert das Nervengewebe bzw. regt die Produktion von Nervenwachstumsfaktoren an. Der Nervenwachstumsfaktor reguliert und stimuliert das Wachstum, die Differenzierung und das Überleben von den Nervenzellen. Nervenschäden entstehen durch Unfälle, Entzündungen, Fehlbelastung, Überlastung, Tumore, Stoffwechselerkrankungen, Operationen oder degenerative Nervenerkrankungen wie Parkinson oder Multiple Sklerose. 

Dabei kann es zu Ausfällen und zu Schmerzen kommen oder Taubheitsgefühle, Kribbeln, Missempfinden oder Lähmungen. Durch Anregung des Nervenwachstumsfaktors kann der Zerfall von Mitochondrien (Energiegewinnungszentralen der Zellen) bei Parkinson gesenkt werden und die Myelinschichten können sich bei Multipler Sklerose (MS) wieder erholen. 

Bei Alzheimer, Demenz, Epilepsie oder nach Schlaganfall unterstützt er ebenfalls die Nerven. Alzheimer wird mit mangelhafter Bildung des Nervenwachstumsfaktors in Zusammenhang gebracht. Künstlich kann man ihn nicht zuführen, da er die Blut/Hirn-Schranke nicht überwinden kann. Der Hericium enthält aber zwei Stoffe, die das können: die Hericenone und Erinacine. Diese helfen eben auch bei chronischen Schmerzen, wobei Hericium häufig mit Reishi kombiniert wird für noch bessere Erfolge.

Bei Neurodermitis.

Neurodermitis ist eine multifaktorielle Erkrankung mit nervlicher Komponente und häufig ist die Krankheit mit Unverträglichkeiten und Allergien verbunden. Der Hericium wirkt besonders gut auf unsere Haut. Allerdings kann es zu Beginn der Einnahme zu Unreinheiten kommen, die als Entgiftungsreaktionen zu verstehen sind. Bewiesen ist ebenso, dass Hericium zusätzlich auch eine Anti-Aging- Wirkung aufweist und die Haut beruhigt und strafft.

Ähnlichkeit zu den Heilpilzen Reishi und Cordyceps

Der Hericium wirkt ähnlich wie die Heilpilze Reishi und Cordyceps. Er besitzt die selbe adaptogene Eigenschaft. Das heißt, der Hericium hilft dem Körper besser mit Stress umzugehen und schützt ihn vor den negativen Folgen von Dauerstress, indem er den dauerhaften Ausstoß von Stresshormonen verhindert. Alle drei Heilpilze senken auch Cholesterin und Triglyceride. Auch helfen alle drei Heilpilze die Symptome bei Wechseljahren zu lindern. Außerdem stärken alle drei auch das Immunsystem, da sie immunstimulierende Polysaccharide enthalten. 

Gegen Krebs

Begleitend ist der Hericium bei allen Infektionen einsetzbar. Bei Krebs und Metastasen wurden auch beim Hericium eine immense Wirkung festgestellt. So wirkt er speziell auf Sarkome wachstumshemmend und unterstützt bei Magen-, Speiseröhren-, Bauchspeicheldrüsen-, Darm- und Hautkrebs. Bei Speiseröhren- und Dickdarmkrebs eine Hemmung der Metastasenbildung beobachtet. Auch Nebenwirkungen der Chemotherapie, vor allem bezogen auf den Magen- und Darmtrakt wie Übelkeit und Durchfall werden durch die Einnahme des Heilpilzes verbessert. 

Igelstachelbart,_Hericium_erinaceus

Wirkungsweisen auf einen Blick

• Allergien • Alzheimer • Angstzuständen • Bauchspeicheldrüsenentzündung • Chronischen Schmerzen • Cholesterin • Colitis Ulcerosa • Darmflorastörungen • Depressionen • Entzündungen • Epilepsie • Gastritis • Geschwüren • Hämorrhoiden • Helicobacter pylori • Krebs (vor allem von Magen, Speiseröhre, Darm, Haut) • Magenbeschwerden • Morbus Crohn • Multiple Sklerose • Nahrungsmittelunverträglichkeiten • Nebenwirkungen der Chemotherapie • Nervenverletzungen • Neurologische Erkrankungen • Neurodermitis • Parkinson • Polyneuropathien • Reflux • Reizdarm • Reizmagen • Schlafstörungen • Schlaganfall • Schleimhautentzündungen • Sodbrennen • Stress • Übergewicht • Übersäuerung • Unruhe • Wechseljahrbeschwerden • Verdauungsproblemen • Vergesslichkeit • Verstopfung

Einnahme und Dosierung

Es gibt Hericium Pulver, Igelstachelbart Presssaft, Tabletten oder Hericium Kapseln. Man sollte die Dosis nach dem eigenen Körpergewicht errechnen. Personen mit einem Körpergewicht von bis zu 65 kg sollten 900 bis 1.200 mg Extrakt bzw. 1.500 bis 2.000 mg Pulver täglich nehmen.

Bei einem Körpergewicht von mehr als 65 kg ist eine höhere Dosis einzunehmen. Die richtige Dosierung hängt auch von Alter, Therapieverlauf und Art der gewünschten Wirkung ab, deswegen kann Menge schrittweise angepasst werden. Eine individuelle Testung ist ratsam, denn die Vorgaben der Hersteller dienen nur als Richtwert. 

Tabletten sollten auf jeden fall zerkaut werden, damit die Wirkstoffe bereits über die Mundschleimhaut aufgenommen werden können. Danach etwas Wasser nachtrinken, um auch die ganze Tablette herunterzuspülen. Die vom Hersteller vorgegebene, maximale Tagesdosis sollte man nur überschreiten, wenn dies mit einem Arzt abgeklärt ist. 

 

Kombination mit anderen Heilpilzen

• Regulation von Magen- und Darmproblemen: Reishi, Shiitake, Coprinus

• Vorbeugung von Tumorerkrankungen: Abhängig von der Tumorart ist jeder Heilpilz möglich

• Modulation des Immunsystem: mit jedem Heilpilz kombinierbar

• Begleitende Behandlung von Nervenerkrankungen: Reishi und Cordyceps

• Depressive Verstimmungen: Cordyceps

• Innere Unruhe/Schlafstörungen: Reishi Pulver

Kaufort

Den Heilpilz kann man in Online-Shops und -Apotheken kaufen. Allerdings gibt es viele unseriöse Seiten und Fake-Produkte. Daher ist es wichtig, dass man auf einer seriösen Seite den Hericium bestellt, um eben ein Originalprodukt zu erhalten.

Einige Produkte finden sich auch auf Amazon. Aber auch hier sollte man vergleichen, denn es kann Preisunterschiede bei ein und demselben Produkt geben. Ein genauer Blick auf die Angebote ist wichtig. Zudem sollte man auch auf die Auflistung der Inhaltsstoffe achten, um auch ein reines Produkt zu kaufen.

Nebenwirkungen

Der Hericium ist ein natürliches Heilmittel und die Einnahme ist absolut risikofrei. Derzeit sind keine Nebenwirkungen gegenüber dem Pilz bekannt. Da aber noch nicht alle Aspekte des Hericium erforscht sind, sollten man zur Sicherheit vor der Einnahme bei sehr ernsthaften Erkrankungen einen Arzt hinzuzuziehen.

Produktempfehlung: HERICIUM & C 

Heilwirkung

Die Heilwirkungen wurden hauptsächlich von der chinesischen Medizin entdeckt und vor allem genutzt.
Dort wird er bei Magen- und Atembeschwerden, als natürliches Heilmittel gegen Krebs, bei Nervenleiden und hohem Cholesterinspiegel eingenommen
Er stärkt zudem das Immunsystem.

Generell wirkt der Hericium regenerativ auf die Nerven, beschleunigt das Nervenwachstum und  die Wundheilung. Er hilft sogar gegen Depressionen, er dient qausi als natürliches Antidepressivum.

Erfahrung

Erfahrungsberichte zeigen, dass der Heilpilz mit vielen Wirkstoffen daher kommt, deren Wirkungen in Europa wie auch in Amerika intensiv erforscht wurden. er Hericium wird nicht nur zum Essen sondern auch zu Heilzwecken angebaut und gezüchtet. Er hat sowohl antibakterielle, antivirale, antifungale als auch antitumorale Eigenschaften und einen hohen Gehalt an Polysacchariden und essentiellen Aminosäuren.

Ferner stärkt er den ganzen Körper, indem er das Immunsystem stabilisiert und können auch das Wachstum von Krebstumoren hemmt und die Zellerneuerung anregt.
Viele Ärzte und Naturheilpraktiker setzen Heilpilze, auch begleitend zur Schulmedizin, mit großem Erfolg ein. 

Zusammenfassung

Der Hericium oder auch „Igelstachelbart“, „Löwenmähne“, „Affenkopfpilz“ oder „Gehirn-Pilz“ genannt hat unglaublich viele Vorteile. Er enthält Wirkstoffe, die als Hericenone und Erinacine bezeichnet werden und für die nachgewiesen wurde, dass sie das Nervenwachstum anregen. Studien zufolge wirken sie vorbeugend gegen Beeinträchtigungen der kognitiven Fähigkeiten (Aufmerksamkeit, Erinnerung, Lernen, usw.). Deswegen ist der Heilpilz bei neurogenerativen Erkrankungen, zum Beispiel Demenzerkrankungenwie Alzheimer, Multiple Sklerose und Parkinson so bedeutend.

Einer Studie zufolge führte eine tägliche Aufnahme mit 3 g Hericium über einen Zeitraum von 16 Wochen bei Patienten mit leichten kognitiven Störungen zu einer signifikanten Verbesserung ihrer kognitiven Fähigkeiten im Vergleich zur Placebo-Gruppe. Außerdem wirkt er stimmungsaufhellend wirkt und hilft gegen Depressionen, Ängste und Gereiztheit.

Der Hericium hat eine regenerierenden Wirkung auf die Magenschleimhaut. Zusätzlich können die in diesem Pilz enthaltenen Ballaststoffe nur von den im Darm angesiedelten Bakterien metabolisiert werden, was sich positiv auf die Entwicklung einer intakten Darmflora auswirkt und zu einer gesunden Darmfunktion beiträgt.

Der Heilpilz Hericium hat einen hohen Anteil an Proteinen und wichtigen Mineralstoffen wie Selen, Germanium und Zink und beinhaltet alle essentiellen Aminosäuren sowie Polysaccharide, die gut für das Immunsystem sind und das Wachstum von Tumoren hemmen.

Dank seines köstlichen Aromas eignet er sich für viele verschiedene Gerichte und ist wirklich eine geschmackliche Delikatesse mit einer großen zusätzlichen Heilwirkung.

Quellen

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Anna Hetz

Anna Hetz

Hey, mein Name ist Anna und als zertifizierte Fitness Trainerin habe ich in den letzten Jahren dutzenden Menschen mit der richtigen Ernährung und Training zu einem besseren Körper verholfen. Aktuell teile ich mein Wissen auf You Optimized und bei Fragen könnt ihr euch jederzeit gerne melden.

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