Shiitake Pilz: Wirkung, Dosierung & Nebenwirkungen

Anna Hetz
14. Mai 2019

Einleitungen

Shiitake Pilze gehören zu den Heilpilzen aus Asien. Sie finden Anwendung in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Der Shiitake gilt aufgrund seiner wertvollen Inhaltstoffe schon seit Jahr­hunderten als König der Pilzen. 

Bei welchen Krankheiten er eingesetzt wird und welche Wirkung er hat, gibt es hier auf einen Blick.

Vorkommen

Der Name Shiitake ist japanisch. „Take“ ist das Wort für Pilz, „Shii“ nennt man in Japan den Baum an dem der Shiitake am besten wächst. Der Shiitake Pilz gehört zu der Gattung Lentinula und wird seit über 1000 Jahren gezüchtet. Er ist nicht nur gut zum Kochen geeignet, sondern besitzt eine umfassende Heilfähigkeit. Er ist einer der ältesten Heilpilze der Welt. Der Shiitake ist ein Speisepilz und ähnlich beliebt wie Champignon. Beide können auch roh verzehrt werden.

 

Verwendung

Der Shiitake ist der wichtigste Pilz in Asien sowohl als Speisepilz als auch für medizinische Zwecke. Selbst wenn er getrocknet wird  behält er sein Aroma, seinen Nährwert und seine Wirkstoffe. Der Shiitake ist ein viel verwendeter Vitalpilz. Für die Anwendungen als Heilmittel muss die zu verzehrende Menge ziemlich hoch sein. Deswegen stellt man aus ihm Pulver her, welches man gut in Kapseln zur Nahrungsergänzung füllen kann. In Japan isst man den Shiitake fast in der täglich in der bekannten MisoSuppe. 

Inhaltsstoffe

Der Shiitake enthält 13-18 % Protein, 3,5-6,5 % Mineralstoffe, 2-5 % Fett, 6-15 % Ballaststoffe. Enthaltene Vitamine sind: Niacin, Thiamin, Riboflavin und Cobalamin sowie Vitamin D. Auch Lentinan ist, ein Polysaccharid, ist enhalten. Das ist ein sogenanntes beta-Glucan, mit nachgewiesener Wirkung gegen Krebs.

Shiitake ist ausserdem reich an anderen sekundären Inhaltsstoffen wie Lenthionin, die eine antibiotische Wirkung gegen Bakterien und Pilze haben. Auch Eritadenin ist enthalten, was lipidsenkend wirkt. Die vorkommende Aminosäure Ergothionein im Shiitake Pilz wirkt antioxidativ.

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Wirkung

 

Shiitake Pilze haben eine neutralisierende Wirkung und beinhalten wertvollen Inhaltsstoffen wie Eisen, Phosphor, Zink, Kalzium sowie Kalium. Auch Vitaminen wie D, B1 sowie B2 und lebenswichtige Aminosäuren sind enthalten. Eine Mahlzeit mit Shiitake Pilzen enthält  viele gesunde Ballaststoffe und ist dadurch sehr sättigend.

Bei der traditionellen chinesischen Medizin findet der Shiitake Pilz bei vielen Krankheiten Anwendung. Er hilft bei Erkältungskrankheiten, Husten, Bronchitis, Kopfschmerzen oder Migräne. Sogar bei schwereren Krankheiten wie Arteriosklerose, Arthritis, Gicht, Rheuma, Durchblutungsstörungen oder Bluthochdruck oder sogar Krebs wird auf den Shiitake Pilz zurüchgegriffen.

Gegen Krebs

Polysaccharide aus Pilzen sind seit langem Teil der Krebsforschung. Beim Shiitake ist das wichtigste wirksame Polysaccharid das Lentinan. Es zeigt in vielen Studien eindeutige Wirksamkeit gegen verschiedene Krebsarten. Es hat eine Anti-Tumor Wirkung, d.h. es stärkt Immunabwehr durch die gesteigerte Ausschüttung von körpereigenen Immunglobulinen, von Makrophagen, T-Helfer und Killer-Zellen.

Der Shiitake Pilz kann das Tumorwachstum verhindern oder hemmen. Lentinan wird in Japan in der begleitenden Krebstherapie bei der Chemotherapie und zusätzlich zur Bestrahlung verwendet. Erfolge gibt es bei Darmkrebs, Brustkrebs, Pankreaskrebs, Prostatakrebs und Leberkrebs. Mit Hilfe von Shiitake kann man Lebenszeit verlängern und die Lebensqualität verbessern. 

Mäuse aus der Tierforschung, denen Krebszellen verabreicht wurden, bekamen weniger häufig Tumore. Lentinan aus Shiitake verursachte ein Zurückgehen des Tumors. Auch die Zahl der Metastasen sank.

In einer Studie mit 89 Patienten mit inoperablem Magenkrebs erhielt eine Gruppe Chemotherapie (Mitomycin C Tegafur oder UFT), die andere zusätzlich zur Chemotherapie Lentinan. Die Überlebenszeit mit Lentinan war höher (189 Tage gegenüber 109 Tagen). 

1969 führten Forscher mit dem Shiitake Pilz erstmalig wissenschaftliche Studien durch und die Ergebnisse waren beeindruckend, sodass der Shiitake in Japan mittlerweile an 8. Stelle aller weltweiten Mittel, die am meisten zur Krebsbehandlung genutzt werden, steht.

Lipidsenkend

Pilze helfen allgemein, wenn man Probleme mit Blutfettwerten und Blutzuckerschwankungen hat, weil sie viele Ballaststoffen besitzen und sehr fettarm sind und kaum Stärke und Zucker beinhalten. Diabetiker profitieren sehr von Shiitake oder Pilzen generell oder auch Menschen mit einem hohen Cholesterinspiegel sowie bei Arteriosklerose und Bluthochdruck. Außerdem enthält der Shiitake aktive lipidsenkende Wirkstoffe wie das Eritadenin. Die Cholesterin- und Triglyceridwerte werden dadurch gesenkt. 

Infektionsschutz und Antiaging

Der Shiitake Pilz hat eine stark antibakterielle und antivirale Wirkung. Grund dafür sind schwefelhaltige Verbindungen wie das Lenthionin. Erkältungen und auch bakterielle und virale Infekte können damit vorgebeugt werden. Auch Bakterien die Karies verursachen können mit dem Shiitake bekämpft werden. Shiitake-Extrakt wirkt direkt an den Zellen des Körpers und schützt vor Krankheitserregern. 

Der Shiitake Pilz wird auch als Antiaging-Mittel genutzt, da er antioxidativ wirkt und eine und pflegenden Wirkung auf die Haut hat.

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Für den Darm

Der Heilpilz ist außerdem gut für die Darmflora. Die Inhaltsstoffe der Shiitake Pilze erhöhen das Wachstum von Laktobakterien und der Bifidobakterien innerhalb des Darms. Durch sie entsteht eine antibakterielle Wirkung.Einer Fehlbesiedlung des Darms mit krankheitserregenden Keimen kann daher entgegen gewirkt werden und der Darm wird saniert. Bakterielle Infektionen innerhalb des Darms werden also vermieden.

Gegen Osteoporose

Shiitake enthält Vitamin D, welches für den Metabolismus von Kalzium gebraucht wird. Durch eine Bestrahlung des Pilzes mit UV-Licht kann der Gehalt an Vitamin D und Kalzium sogar zusätzlich erhöht werden, somit kann der Shiitake Pilz vor Osteoporose schützen.

Zum Entgiften

Im dem Shiitake Pilz entsteht beim Trocknen Thioprolin. Durch das Thioprolin, zusammen mit den im Pilz vorkommenden Polyphenolen entgiftet der Körper. Gifte, Schwermetalle und diverse Abfallstoffe werden aus den Zellen transportiert. Das führt zur Entschlackung und man kann sogar dabei abnehmen.

Zum Kochen

Shiitake-Pilze können frisch oder getrocknet verzehrt werden. Besonders beliebt sind sie in der bekannte Miso-Suppe. Man kann frische Shiitake in einen Salat schneiden und das sowohl roh als auch kurz angebraten. Kurz andünsten und zu einer Gemüsepfanne hinzufügen oder im Wok passend zu einem asiatischem Gericht. 

Shiitake Kapseln mit dem vermahlenem Pilzpulver haben die Wirkstoffe Lentinan und Eritadenin. Die feine Vermahlung des Pilzes verbessert die Aufnahme der Wirkstoffe in den Organismus. Weil es durch den besseren Nährstoffaufschluss nicht nur vitalisierend wirkt, sondern auch intensiv nach Shiitake schmeckt, eignet sich das Pilzpulver hervorragend zum Kochen, z.B. zum Einrühren in diverse Speisen und Getränke. Shiitake-Pulver verleiht Suppen, Pasten oder Saucen ein intensives Pilzaroma. Um die Wirkung nicht zu beinträchtigen sollten die Gerichte nicht zu stark erhitzt werden.

miso

Wirkungsweisen auf einen Blick

  • Stärkung sowie Harmonisierung des Immunsystems
  • Förderung der Körperabwehr
  • Wirkt Tumoren entgegen
  • Hemmung von Krebsgeschwüren
  • Wirkt gegen Arteriosklerose sowie erhöhtem Cholesterinspiegel
  • blutdrucksenkend
  • durchblutungsfördernd
  • für eine gesunde Darmflora
  • Zellheilung dadurch Aktivierung körpereigene Heilkräfte
  • entzündungshemmend und antiviral

Vorteile

Shiitake Pilze haben gegenüber chemischen Medikamenten viele Vorteile. Allein schon, da der Heilpilz keine Nebenwirkungen hat. Weiter Vorteile bieten die verschieden Darreichungsformen des Pilzen. Und zwar dient der Shiitake Pilze in Pulverform bei chronischen Erkrankungen und zur Vorbeugung vor Krankheiten als Hilfe und zum Anderen ist der Extrakt des Pilzes sind besonders bei schweren Erkrankungen oder zur Prävention anwendbar.

Die Einnahme problemlos ohne einen Arzt erfolgen, da es sich bei den Inhaltsstoffen um rein natürliche handelt. Bereits durch geringe Mengen des Heilpilzes (10g pro Tag) können positive gesundheitliche Vorteile entstehen.

 

Erfahrung

Der Shiitake Pilz ist der Heilpilz schlechthin. Er wird nicht ohne Grund seit über tausend Jahren verwendet. Er ist ein absoluter Heilbringer. Viele gesundheitliche Probleme können mit ihm verbessert werden. Die regelmäßige Einnahme des Shiitake Pilzes fördert viel Prozesse im Körper und verbessert allgemein die Gesundheit und das Wohlbefinden.

Einnahme und Dosierung

Den Shiitake Pilz ist auf Wochenmärkten oder im Supermarkt frisch erhältlich und kann zum kochen oder roh essen verwendet werden. Der Pilz ist auch in getrockneter Form erhältlich und kann in Wasser aufgequollen und zubereitet werden.

Shiitake-Präparate werden auch als Kapseln, Tabletten oder Pulver angeboten. Der Pilzextrakt ist im Handel meist in Kapselform erhältlich. Die Dosierung hängt davon ab, ob der Shiitake vorbeugend oder bei der gezielten Behandlung von einer bestimmten Krankheiten zur Verwendung kommt. Gegen Krebs wird eher der Extrakt hergenommen. Die Tagesdosis liegt hier bei 1 Gramm bis 3 Gramm.

Gegen Krebs

Bei der Krebsbehandlung sollte der Extrakt genommen werden. Zu Beginn ist es sinnvoll mit einer Tagesdosis von 1g – 3g zu starten. Dann langsam auf 5 g steigern. Einen Kombination aus verschiedener Heilpilze zeigt eine nochmals stärkere Wirkung. Die Gesamtmenge von 5 g sollte aber nicht überschritten werden (Gesellschaft für Heilpilze bR). Wer eine Krebstherapie mit Shiitake führen möchte, sollte die Dosierung besser mit einem Arzt oder Heilpraktiker abklären.

Gegen Grippe

Wenn man eine Grippe hat ist es gut Extrakt und zusätzlich das Pulver einzunehmen. Die Tagesdosis liegt hier bei 2 g Extrakt und 2 g Pulver (Gesellschaft für Heilpilze bR). Bei schweren Formen der echten Virusgrippe (Influenza), bei denen häufig eine Überstimulation des Immunsystems der Fall ist, sollte Shiitake vorerst nicht eingenommen werden.

Bei Arthritis

Bei Arthritis kann man auch Pulver und Extrakt kombiniert einnehmen. Man nimmt von beidem 1 – 2 g täglich, nach 2 Wochen kann die Dosis bis 4 g erhöht werden. 

Nebenwirkungen

Da es sich bei dem Shiitake Pilz um ein reines Naturprodukt handelt sind Nebenwirkungen bei richtiger Dosierung weitgehend auszuschließen bzw. äußerst selten. Bei zu hoher Dosierung kann es zu leichter Übelkeit oder Durchfall kommen.

Wenn man chemische Medikamente zu sich nimmt, sollte man sicherheitshalber die Einnahme von Shiitake Extrakt oder Pulver mit einem Arzt oder Heilpraktiker abklären, um auszuschließen, dass es keine Wechselwirkungen gibt.

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Zusammenfassung

Die Heilwirkung des Shiitake ist unumstritten. Er kann Parasiten, Bakterien und Viren bekämpfen, bei Bluthochdruck, Magengeschwüren, Gicht, Verstopfung, Neuralgien und Krebs helfen. Sowie eine Unterstützung bei Arteriosklerose, Leberleiden , Diabetes sein und er hat sogar obendrein eine Anti-Aging Wirkung.

Der Heilpilz kann vorbeugend als auch bei bereits bestehenden Erkrankungen helfen. Dieser kleine Pilz, hat eine große Wirkungsweise auf unseren Körper

Quellen

Teichmann et al, „Sterol and vitamin D2 concentrations in cultivated and wild grown mushrooms: Effects of UV irradiation„, Science Direct, April 2006

I. Lelley, J. Vetter, „Orthomolecular Medicine and Mushroom Consumption – An Attractive Aspect for Promoting Production„, The International Society for Mushroom Science, Volume 16 Part 1 Article 84, 2004, 

Mattila,P.H. et al, „Vitamin D Content in Edible Mushrooms„, J. of Agricultural and Food Chemistry, November 1994

The George Mateljan Foundation, „Mushrooms, shiitake“, The worlds healthiest foods, (Pilze, Shiitake)

Smith J. et al, „Abstract B79: Evaluation of active hexose correlated compound (AHCC) for the prevention or delay of tumor growth in human cervical cancer xenograft model“, Cancer Prevention Research, Oktober 2011, (Beurteilung von AHCC bei der Vorbeugung und Wachstumshemmung von menschlichen Gebärmutterhalskrebszellen im Xenograft-Modell)

Xu X et al, „Polysaccharides in Lentinus edodes: isolation, structure, immunomodulating activity and future prospective„, Crit Rev Food Sci Nutr, April 2014.

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