Soja: Wirkung auf Testosteron & Östrogen [Neue Studien 2019]

Anna Hetz
13. Dezember 2018

Einleitung

Kaum ein anderes Lebensmittel ist so stark umstritten wie Soja und die daraus hergestellten Erzeugnisse. Haben sie Auswirkungen auf die Gesundheit? Was passiert während des Konsums in unserem Körper? Wie wirken sie diese Produkte sich auf den Testosteronhaushalt aus? All das und mehr erfährst du in diesem Artikel.

Was ist Soja überhaupt?

Die Sojapflanze ist eine aus Ost-Asien stammende Pflanze, die sich in Größe und Wachstum von Region zu Region unterscheidet. Der Stamm und die Blätter der Pflanze sind mit grauen oder braunen Härchen bedeckt. Die Blätter werden 7-15cm lang und 3-7cm breit und fallen ab, bevor die Bohnen reif sind. Die sich selbst befruchtenden Blüten bilden sich in der Blattachsel der Sojapflanze und sind weiss, rosa oder violett. Die Frucht ist in der Regel zwischen 3-8cm lang und enthält 1-4 Samen/Bohnen.

Weitere Erläuterung

Die Sojabohne zählt zu den Hülsenfrüchten und enthält Pflanzeneiweiß, Ballaststoffe und Quell- und Faserstoffe, die für die Verdauung wichtig sind, sowie viele Vitamine. In China wird Soja bereits seit tausenden von Jahren als Eiweiß- und Nährstoffquelle genutzt.
Es gibt verschiedene Sorten der Sojapflanze, wobei die am häufigsten vorkommende Art die gelbe Sojabohnen ist. Sie benötigt ein heisses und feuchtes Klima, um sich innerhalb von 150-200 Tagen zu entwickeln. Soja wird mittlerweile in vielen Teilen der Welt angebaut. Vor allem in Asien (China, Indien etc.), aber auch in Kanada oder Frankreich. Mehr als 80% Prozent der Ernte werden als Tiernahrung verwendet.

sojabohnen

Verwendung von Soja

Soja kommt mittlerweile in vielen Nahrungsmitteln wie z.B. in Ersatzprodukten für Milchprodukte (Margarine, Sojamilch, Sojajoghurt, Sojakäse), Sojaöl, Tofu, vegetarische Burger usw. vor. Sojabohnen kann man so verarbeiten, dass sie in Form, Geschmack und Erscheinung z.B. wie Butter, Eiscreme, Milch, Yoghurt, Käse, Fleisch, Wurst gleichkommen.

Soja Protein Isolat

Wie jeder weiß trägt Eiweiß zum Aufbau und Erhalt von Muskelmasse bei, deswegen gibt es neben dem klassischen Whey Protein auch Soja Protein Pulver. Geeignet für Vegetarier, Veganer und Menschen mit Laktoseintoleranz — das Soja Protein Isolat liefert 27 g Eiweiß pro Portion. Es hat Proteingehalt von 90% und es man stellt es aus entfetteten Sojabohnen her. Das Isolat enthält wenig Fett und Kohlenhydrate sowie überhaupt keinen Zucker.

sojaprotein

 

Soja Protein Alternative

Wer dennoch skeptisch ist und/oder Soja nicht vertragt aber eine pflanzliche Eiweißquelle möchte kann auf Erbsen/Reis Protein zurückgreifen. Beide Proteinquellen ergänzen sich hervorragend und sind in Kombination eine ausgesprochen gute Proteinquelle mit hochwertigen Aminosäurenprofil. Hierfür empfehlen wir das vegane Protein von Gym Pro. Es überzeugt durch hohe Qualität sowie Geschmack und Löslichkeit. Ideal für die Ergänzung zur Diät oder Muskelaufbau:

Welche Vorteile hat Soja für unseren Körper?

Soja ist reich an Vitaminen und Mineralen. Sojaprotein enthält eine beachtliche Mengen an B-Komplex Vitaminen, Vitamin E, Phosphor, Kalium, Zink und Eisen. Die Nährstoffe stärken nicht nur das Immunsystem, sondern unterstützen auch die Hormonbildung. Überdies liefert uns Soja auch Vitamin C und Ballaststoffe – welche die Verdauung unterstützen. Untersuchungen zeigen, dass man mit einem moderate Konsum von naturbelassenen Sojaprodukten das Risiko für Prostatakrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken kann. Ebenso besitzt Soja einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die wichtig für Gehirn, Herz und Gefäße sind. Sojaprodukte können dabei helfen, die Insulinresistenz und Blutzuckereinstellung zu verbessern und sind somit auch für Menschen mit Diabetes mellitus interessant. Außerdem enthält Soja essentielle Aminosäuren, die nicht vom menschlichen Körper hergestellt werden können, aber benötigt werden.

…Der Unterschied liegt darin, ob Soja gentechnisch-verändert ist oder nicht…

Schädigt Soja unser Testosteron?

Soja hat trotz seiner Vorteile auch einige Nachteile. Sojaprotein hat den Ruf, dass es „verweiblichenden“ wirkt. Da Sojaprotein Phytoöstrogene (Gegenteil von Phytoandrogenen) enthält, haben Forschungen ergeben, dass es den Östrogenlevel steigern kann. Östrogen ist sozusagen das weibliche Äquivalent zum Testosteron und während man herausfand, dass Testosteron für das Muskelwachstum, -größe, -reparatur und Fettverlust verantwortlich ist, so hat Östrogen unglücklicherweise die genau gegenteiligen Effekte. Da jedoch noch nicht genug über den verweiblichenden Effekt von Sojaprotein bekannt ist, wäre es zu voreilig zu sagen, dass es das Testosteron auf jeden Fall minimiert. Denn die Wissenschaft liefert auch gegenteilige Daten: Ein moderater Sojakonsum mit gleichzeitiger Zufuhr an Isoflavonen erhöht weder den Östrogenspiegel, noch senkt es das Testosteron. Verweiblichende Effekte und unerwünschte Auswirkungen auf den Hormonspiegel sind meistens nur in Tierversuchen durch die Gabe hochdosierter Phytoöstrogene zu sehen.

Studien

[1] Sojaprodukte und Nahrungsergänzungsmittel: Ein Überblick über die allgemein wahrgenommenen gesundheitlichen Vorteile und Risiken. (Studie)

[2] Sojaproteinisolate mit unterschiedlichem Isoflavon-Gehalt wirken sich bei gesunden jungen Männern geringfügig auf die Fortpflanzungshormone im Serum aus. (Studie)

[3] Phytoöstrogene, die in Soja enthalten sind haben postive sowie negative Folgen auf unseren Körper. (Studie)

[4] Es konnten keine signifikanten Unterschiede bei dem Konsum von Soja auf den Hormonhaushalt festgestellt werden. (Studie)

[5] National Institutes of Health. Kräuter auf einen Blick: Soja. (Studie)

[6] Die Auswirkungen von Soja-Isoflavonen auf den metabolischen Status von Patienten mit polyzystischem Ovarialsyndrom (Studie)

Testosteron ist ein lebenswichtiges Hormon für Wachstum, den gesamten Reparaturvorgang im Körper, für die Bildung der roten Blutkörperchen und fördert einen gesunden Schlaf und stabilisiert zudem das Immunsystem. Zusätzlich ist es für die Fortpflanzung von immenser Bedeutung.

Zusammenfassung

Sojaprodukte haben immer den Ruf, „schlecht“ für unseren Körper und unsere Gesundheit zu sein. Sie enthalten eine Menge an Isoflavone und sekundäre Pflanzenstoffe sowie Phytoöstrogene, also Stoffe, die dem menschlichen Hormon Östrogen ähneln.
Nimmt man(n) also zu viel diese Stoffe zu sich könnte man das Hormon-Niveau aus dem Gleichgewicht bringen. Da wir aber Testosteron pushen wollen, wäre das natürlich kontraproduktiv, da der Körper ohnehin genug gegen ein erhöhtes Testosteron-Aufkommen unternimmt (Aromatase) und mehr Östrogen daher nicht von Vorteil ist. Eine „Verweiblichung“ wurde propagiert. Ebenso soll ein vermehrter Konsum von Sojaprodukten die Produktion von Schilddrüsenhormonen einschränken. Das stimmt zwar, aber NUR, wenn eine Schilddrüsenerkrankung vorhanden ist.

Allerdings müssen wir wissen, dass die negativen Aspekte auf Soja zutreffen können, aber nicht müssen. Ein Sojaprotein-Isolat enthält nachweislich KEINE Isoflavone und Phytoöstrogene. Zudem hat es kaum Kohlenhydraten und wenig Fett und der Proteingehalt liegt meist bei 85-90%. Die biologische Wertigkeit liegt bei knapp 80 und es enthält alle notwendigen essentiellen Aminosäuren. Aufgrund dieses Aminosäurespektrums und der schnellen Aufnahme stellt Sojaprotein vor allem auch für jene eine echte Alternative dar, die Whey Protein nicht vertragen.

Produktempfehlung

Wer Sojaprotein zu seiner Ernährung hinzufügen will ohne Proteinshakes zu trinken, kann auch Sojacrispies verwenden. Mischt sich sehr gut ins Müsli bzw. Porridge und hebt den Proteingehalt deiner Mahlzeit erheblich.

sojacrispies

Fazit

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sagt, dass „die Aufnahme von Isoflavonen im Rahmen einer normalen Soja-Kost bei üblichen Verzehrmengen nach dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Kenntnisstand als unbedenklich angesehen werden kann“. Ob Sojaprotein bzw. Soja-Produkte gezielt gegen Krebs angewendet werden können, ist nicht wissenschaftlich nachgewiesen.

Eines der größten Probleme ist die Herkunft und Produktion von Soja, denn es zählt zu den Lebensmitteln, die gentechnisch manipuliert werden können. Deswegen: Wenn ihr Sojaprodukte konsumiert, dann schaut darauf, dass ihr sie in Bio-Qualität zu euch nehmt und sie definitiv nicht genetisch verändert wurden. Ist man körperlich gesund, als hat z. B. keine Schilddrüsenerkrankung oder eine Sojaallergie so ist gegen einen moderaten Sojakonsum nichts einzuwenden.

Ihr wollt euer Testosteron steigern? Wir zeigen euch mit welchen Lebensmittel das am besten funktioniert: Hier geht’s zum Artikel.

Share on facebook
Share on twitter
Share on pinterest
Anna Hetz

Anna Hetz

Hole dir jetzt die YOU OPTIMIZED Biohacking Bible

Einfach E-Mail eintragen und los starten.